Brand nähert sich Ortschaft : „Nehmen Sie nur die nötigsten persönlichen Gegenstände mit“14.08.2026, 10:26Lesezeit: 2 Min.In der Gemeinde Hürtgenwald in der Eifel müssen rund 1800 Menschen ihr Zuhause verlassen. 300 Hektar seien verbrannt, sagt der Landrat. Der Brand komme Häusern immer näher.Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wird ein Ortsteil evakuiert. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1800 Menschen leben, müsse „sofort evakuiert“ werden, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Morgen mit. Das Feuer bewege sich weiter auf Gey zu und sei nur noch 200 Meter von der Siedlung entfernt, berichtet der WDR unter Berufung auf eine Pressesprecherin des Kreises Düren.„Nehmen Sie nur die nötigsten persönlichen Gegenstände mit“, hieß es in der Evakuierungsaufforderung. Insgesamt seien nach Angaben von Landrat Ralf Noltenwohl 300 Hektar Wald verbrannt. Das entspricht einer Fläche von etwa 420 Fußballfeldern. Es gebe weiterhin zahlreiche Glutnester. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“.Brandursache ist unklarZahlreiche Feuerwehrleute kämpfen seit Donnerstagnachmittag gegen die Flammen. Auch ein Hubschrauber warf Löschwasser über dem Wald ab. Dieser konnte mit Beginn der Dunkelheit nicht mehr fliegen. Feuerwehrleute waren auch in der Nacht im Einsatz. Hilfe komme auch von Landwirten, die mit Traktoren und Wasserfässern bei den Löscharbeiten helfen. Auch zwei Bundeswehrpanzer seien im Einsatz, um Wege für Einsatzkräfte freizuräumen.Steht in Flammen: Waldweg im HürtgenwalddpaNach Auskunft des Landrats Ralf Nolten erwarten die Einsatzkräfte drei weitere Löschhubschrauber. Verletzte seien bislang nicht gemeldet worden, hieß es zunächst. Die Brandursache blieb zunächst unklar.Weltkriegsmunition befindet sich noch auf dem GeländeDie Löscharbeiten werden durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände erschwert. „Das Gelände ist doch sehr schwierig und durch die hohe Munitionsbelastung können wir auch keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken reinschicken“, sagte Ralf Nolten (CDU), Landrat des Kreises Düren, der Deutschen Presse-Agentur. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. „Wir haben auch die Schläge gehört.“Die wechselnden, teils starken Winde in der Nacht hätten dazu geführt, dass sich die Einsatzkräfte streckenweise hätten zurückziehen müssen, um nicht eingekesselt zu werden, sagte Nolte. Am Freitagmorgen waren auch Panzer und Forstunternehmer vor Ort. Sie sollten Schneisen in dem dicht bewaldeten Gebiet legen, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen.Der Hürtgenwald war 1944 und 1945 Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen deutschen und US-amerikanischen Truppen. Bis heute werden in der Region Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Im Ortsteil Gey leben gut 1800 Menschen, Großhau hat gut 500 Einwohner. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9000 Menschen.
1800 Menschen müssen ihr Zuhause verlassen: Waldbrand bedroht Hürtgenwald
In der Gemeinde Hürtgenwald in der Eifel müssen rund 1800 Menschen ihr Zuhause verlassen. 300 Hektar seien verbrannt, sagt der Landrat. Der Brand komme Häusern immer näher.











