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Spanische Nordafrika-Exklave: Grenze zu Ceuta massiv gesichert Stacheldraht, Wasserwerfer, Patrouillenboote: Spanien und Marokko rüsten sich gegen mögliche neue Versuche illegaler Grenzübertritte am Wochenende.
Mitglieder des spanischen Militärs und der Polizei stehen am Grenzübergang zwischen der spanischen Exklave und Marokko. Foto: Sven Kaeuler/dpaNach Aufrufen in sozialen Netzwerken zu einem erneuten massenhaften Migrantenansturm auf Ceuta an diesem Wochenende haben Spanien und vor allem Marokko ihre Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zur spanischen Nordafrika-Exklave deutlich verstärkt. Am Grenzübergang in Ceuta war es jedoch morgens ruhig, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Gleiches meldeten der staatliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien aus der Exklave.Die Behörden beider Länder wollen verhindern, dass sich die Ereignisse von Ende Juli wiederholen, als nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangten. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte dieser Tage erneut, die damalige Massenankunft sei ein „außergewöhnliches“ Ereignis gewesen, das sich nicht wiederholen werde.Vor wenigen Tagen hatte das Innenministerium in Marokko mitgeteilt, man habe eine Gruppe von Menschen festgenommen, die im Verdacht stehen, zu neuen Versuchen der illegalen Einreise in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla angestiftet zu haben. In sozialen Medien kursierten Aufrufe zu gemeinsamen Massenüberquerungen am 15. August. Man habe jedoch alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.EU in der Krise Kein Hoch auf die europäische Solidarität Der Ceuta-Schock hat gezeigt: Europa steht nicht zusammen, wenn’s drauf ankommt. Nicht bei der Migration. Und auch nicht beim Geld. von Benedikt Becker und Daniel GoffartStacheldraht, Wasserwerfer und PatrouillenbooteVor allem auf der marokkanischen Seite der Grenze wurden die Sicherheitsmaßnahmen in den vergangenen Tagen deutlich verschärft, wie RTVE berichtete. In der Grenzstadt Fnideq errichteten die Behörden demnach zusätzliche Sperren aus Stacheldraht und Nato-Draht.Patrouillenboote überwachen laut RTVE die Küste, Wasserwerfer stehen an der Grenze bereit. Zudem gebe es zahlreiche Kontrollstellen auf den Zufahrtsstraßen. In Ceuta sind derweil 880 Beamte der spanischen Nationalpolizei im Einsatz, 270 mehr als noch Ende Juli. Sie werden von rund 2.000 Soldaten und 700 Beamten der Polizeieinheit Guardia Civil unterstützt.Rückkehr zur Normalität braucht ZeitDer Ansturm vor rund zwei Wochen war beispiellos. Vor allem am 30. Juli waren Zehntausende Migranten meist schwimmend nach Ceuta gelangt. Bei dem Versuch kamen Dutzende ums Leben: Nach der jüngsten offiziellen Mitteilung Madrids wurden im Meer 83 Leichen geborgen, Nichtregierungsorganisationen schätzen die Zahl der Todesopfer auf weit über hundert.Die meisten Ankömmlinge kehrten nach Angaben der spanischen Regierung innerhalb weniger Stunden oder Tage nach Marokko zurück. Nach Angaben von Minister Grande-Marlaska halten sich derzeit noch rund 5.000 Migranten in Ceuta auf. Es werde noch etwas Zeit dauern, bis man zur totalen Normalität zurückkehrt, räumte er ein. dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick











