Stand: 15.08.2026 • 19:19 Uhr
Wegen Gerüchten in Sozialen Medien hatten sich Spanien und Marokko auf einen neuen Andrang von Migranten auf Ceuta vorbereitet. Auf marokkanischer Seite gab es zwar Festnahmen - doch das befürchtete Chaos wie Ende Juli blieb bisher aus.
In der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika ist es - anders als befürchtet - nicht zu einem erneuten Massenandrang von Migranten gekommen. Die Lage blieb bislang ruhig, obwohl in Sozialen Medien dazu aufgerufen worden war, die Grenze zu stürmen. Spanien und vor allem Marokko hatten ihre Sicherheitsvorkehrungen deshalb deutlich verstärkt.
Die Behörden beider Länder wollen verhindern, dass sich die Ereignisse von Ende Juli wiederholen, als nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangten. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte dieser Tage erneut, die damalige Massenankunft sei ein "außergewöhnliches" Ereignis gewesen, das sich nicht wiederholen werde.
"Es gab ein massives Sicherheitsaufgebot schon seit Tagen - wir haben das gestern auch mit eigenen Augen auf der marokkanischen Seite der Grenze gesehen", berichtete ARD-Korrespondentin Kristina Böker aus Ceuta. Direkt an der Grenze zur spanischen Exklave, aber auch bis in den Ort Fnideq seien zahlreiche Sicherheitskräfte zu sehen gewesen.












