Zwei Wochen nach dem Ansturm auf die spanische Exklave beruhigt sich die Lage. Einige Marokkaner fühlen sich ausgenutzt von den unbekannten Urhebern des Aufrufs.

Durfte nicht bleiben: Ein 12-Jähriger wird von einem spanischen Soldaten zur marokkanischen Grenze begleitet

Bernat Armangue/AP

Zwei Wochen nach dem Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta hat sich die Lage vor Ort weitgehend beruhigt. Spanische und marokkanische Grenzbeamte haben ihren Dienst wieder aufgenommen und die Kontrollen verschärft. Zwischen dem 30. und 31. Juli hatten hier mehr als 70.000 Personen von Marokko aus die Grenze passiert, mindestens 96 starben. Viele waren Aufrufen von Unbekannten in den sozialen Medien gefolgt.

Inzwischen hat ein politischer Streit darüber begonnen, was mit den verbliebenen Migranten in der 83.000 Einwohnerstadt geschehen soll. Schon ihre Zahl ist unklar. Während die spanische Regierung von wenigen Tausend ausgeht, spricht Territorialpräsident Juan Jesus Vivas von 11.000.