PfadnavigationHomePolitikAuslandNach neuen AufrufenSoldaten in Kampfuniform bewachen Strände – Ceuta rüstet sich für neuen Migranten-AnsturmStand: 02:42 UhrLesedauer: 3 MinutenDas spanische Militär patrouilliert am Strand von CeutaQuelle: Pedro Nunes/REUTERSZuvor waren in den sozialen Netzwerken Aufrufe zu einem erneuten Massenansturm auf Ceuta aufgetaucht. Laut Berichten wurden an den Grenzen zu den spanischen Exklaven Stacheldrahtzäune gezogen.Spanien hat seine Polizei- und Militärpräsenz in seiner nordafrikanischen Exklave Ceuta verstärkt. Zuvor waren in den sozialen Netzwerken Aufrufe zu einem erneuten Massenansturm auf Ceuta aufgetaucht. Am 30. Juli hatten bereits mehr als 70.000 Menschen versucht, die Grenze von Marokko zur spanischen Exklave zu überwinden. Fast 100 Menschen kamen dabei ums Leben. Am Freitagabend wachten spanische Soldaten in Kampfuniform vor Supermärkten und öffentlichen Gebäuden, während Polizeifahrzeuge verstärkt auf den Hauptstraßen der Exklave patrouillierten.Spanien hatte nach dem Ansturm der Migranten bereits eine Seebarriere errichtet und über 500 zusätzliche Polizisten vom Festland entsandt. Das Innenministerium teilte mit, sie würden so lange bleiben, wie es die Lage erfordere. „Wir werden weiterhin alle notwendigen Kräfte einsetzen, um die Normalität so schnell wie möglich wiederherzustellen und zu verhindern, dass sich Ereignisse wie die vom 30. Juli wiederholen“, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Donnerstag vor Reportern in Ceuta. Etwa 5000 Migranten seien noch in Ceuta, sagte der Minister. Die Behörden hätten mit der Überprüfung der Erwachsenen begonnen. Spanien werde diejenigen ohne Bleiberecht nach Marokko zurückführen. Die Mehrheit der Migranten war angeblich kurz nach dem Ansturm bereits freiwillig nach Marokko zurückgekehrt.Auf der marokkanischen Seite der Grenze überwachten am Freitagabend Dutzende schwarz gekleidete Sicherheitskräfte den Strand von Fnideq, von dem aus viele Migranten in Richtung Ceuta aufgebrochen waren. Laut Berichten örtlicher Medien wurden die Sicherheitskräfte an den Grenzen zu Ceuta und der zweiten spanischen Exklave Melilla verstärkt und Stacheldrahtzäune gezogen. Lesen Sie auchAnfang dieser Woche hatte die Regierung in Rabat mitgeteilt, sie beobachte „die Verbreitung von Beiträgen in den sozialen Netzwerken und Nachrichten unbekannter Herkunft“, die zu einem Massenansturm am 15. August aufriefen, und warnte, sie werde Organisatoren und Teilnehmer strafrechtlich verfolgen.Der Ansturm zehntausender Migranten auf Ceuta hatte einen Zwist innerhalb der EU ausgelöst und die einwanderungsfeindliche Rhetorik rechtsextremer Parteien weltweit verschärft. Italien hatte nach den Grenzübertritten die Anwendung des Schengen-Abkommens für Spanien ausgesetzt, obwohl Ceuta nicht Teil des Schengen-Raums ist.Lesen Sie auchDie EU-Innenminister drangen bei einer Krisen-Videokonferenz am Dienstag auf ein härteres Vorgehen gegen Schleusernetzwerke und eine konsequentere Rückführungspolitik. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner erklärte, die EU biete Spanien finanzielle Nothilfe an, um den Schutz der Außengrenze in Ceuta weiter zu befestigen. Der Ansturm sei auch durch Schleuser und Falschinformationen in den sozialen Medien ausgelöst worden.Meta und TikTok wollen Inhalte zu Grenzübertritten besser prüfenDie Netzwerke Meta und TikTok hatten sich Anfang der Woche bereiterklärt, Inhalte zu Grenzübertritten nach Spanien künftig auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen zu lassen. Ziel sei es zu verhindern, dass kriminelle Netzwerke potenzielle Migranten mit Falschinformationen anlocken, was in der Vergangenheit zu tragischen Todesfällen geführt habe, teilte EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen auf der Plattform X mit. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte, dass sich die Plattformen zudem verpflichtet hätten, Inhalte im Zusammenhang mit Schleusungen zu verbieten. rtr/saha
Ceuta: Soldaten in Kampfuniform bewachen Strände – Exklave rüstet sich für neuen Ansturm - WELT
Zuvor waren in den sozialen Netzwerken Aufrufe zu einem erneuten Massenansturm auf Ceuta aufgetaucht. Laut Berichten wurden an den Grenzen zu den spanischen Exklaven Stacheldrahtzäune gezogen.









