Willkommen Feefa: Der Wahrheit-Insiderbericht aus einer Schweizer Klinik für infantinen Größenwahn.

Bild:

Denis Metz

Von außen sieht das Mental-Sanatorium „Pro Bono Animis“ im schweizerischen Leukerbad, Kanton Wallis, so unscheinbar aus wie ein durchschnittliches helvetisches Fünf-Sterne-Haus: Hohe Maybach-Dichte auf dem Parkplatz, Angestellte in roten Livrees, vierschrötige Leibwächter in Bataillonstärke und die Karte des Bistros ruft auch für „Kleine Speisen“ dreistellige Franken-Beträge auf. Nur die Nähe von Daubenhorn und Daubensee weisen den Sprachkundigen darauf hin, dass der Ort ganz spezielle VIPs beherbergt. „Taub“ und „doof“ haben bekanntlich denselben Ursprung.

Einem Whistleblower verdanken wir den Hinweis, dass sich aktuell auch ein führendes Mitglied der Fifa im „Pro Bono“ aufhält. Und wir haben uns den Fachkräftemangel des Hauses zunutze gemacht und als Hilfspfleger angeheuert. Dass Diskretion hier laut Homepage „gross“ geschrieben wird, hat sich zum Glück nicht bis in den Pausenraum des Personals herumgesprochen. „Der Don Gianni“, lacht der erfahrene Kollege Beat, „der ist ja öfter hier als draußen.“ Beat wie Beate, wohlgemerkt, nicht wie McCartney. Die Schweiz eben.