Güterverkehr auf die Straße zu verlegen, ist wie Feuer mit Benzin zu löschen. Mehr Emissionen feuern die Klimakrise an, wodurch Wasserstände weiter sinken.
E in Bundesland nach dem anderen setzt wegen des Niedrigwassers das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen aus. „Große Bereitschaft“ der Länder hatte sich Steffen Bilger vor gut einer Woche für diese Maßnahme erhofft, und er stieß auf große Bereitschaft. Ob er auch große Wirkung bekommt? Eine Symbolwirkung, vielleicht. Für echte Lösungen aber müsste der frischgebackene Verkehrsminister an anderer Stelle ansetzen.
Am Rhein werden praktisch täglich neue Tiefststände gemessen. Auch die Donau und die Elbe führen stellenweise so wenig Wasser wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Schiffsverkehr ist an vielen Orten komplett lahmgelegt, einige Frachtschiffe probieren sich noch mit wenig Ladung und wenig Tiefgang.
Die Binnenschiffe auf dem Rhein, der große niederländische Seehäfen mit industriellen Ballungszentren in Deutschland und Basel verbindet, transportieren vor allem Massengüter wie Erze, Steine, Mineralölprodukte wie Diesel, Kohle oder chemische Erzeugnisse. Große Rheinschiffe schaffen mehr als 3.000 Tonnen, bei normalen Wasserständen. Ein Sattelzug, etwa ein 40-Tonner, kann rund 25 Tonnen laden. Das heißt: Es braucht mehr als hundert Lkws, um ein Binnenschiff zu ersetzen.















