Das anhaltende Niedrigwasser beeinträchtigt den Gütertransport auf wichtigen Wasserstraßen. Bereits mehrere Bundesländer haben deshalb vorübergehend das Sonn- und Feiertagsverbot für Lkw ausgesetzt, um die Lieferketten zu stabilisieren. Nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg folgen nun auch Bayern und Mecklenburg-Vorpommern der Lockerung.
In Bayern wird das Lkw-Fahrverbot vom kommenden Wochenende an vorübergehend ausgesetzt. »Mit der Aufhebung des Fahrverbots können kritische Güter wie Rohstoffe, Chemikalien und Energieträger auf die Straße umgelenkt werden«, begründete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Entscheidung.Die Maßnahme soll laut Herrmann dafür sorgen, Lieferketten zu stabilisieren und Produktionsstopps in der Industrie zu verhindern. »Die Produktion muss weiterlaufen, Wirtschaft und Landwirtschaft sind auf funktionierende Transporte angewiesen«, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Die Lockerung sei ein wichtiger Baustein, um das historische Niedrigwasser auf den Bundeswasserstraßen abzufedern. Genaue Regeln würden derzeit noch erstellt, hieß es bei den Ministerien.
Auch Mecklenburg-Vorpommern lockert das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw zum kommenden Wochenende, wie ein Sprecher des Schweriner Verkehrsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Wie lange die Ausnahmeregelung gelten soll, ließ er offen.Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten das Fahrverbot bereits ab dem vergangenen Wochenende vorübergehend gelockert. Baden-Württemberg und Bayern handeln wie Mecklenburg-Vorpommern zum kommenden Wochenende. Sachsen lehnte jedoch eine allgemeine Lockerung ab und verweist auf mögliche Ausnahmegenehmigungen.











