Das „Volksbad“ vor der Berliner Volksbühne sorgte schon vor seiner Eröffnung für Debatten. Nun musste eine Veranstaltung für Schwarze Jugendliche abgesagt werden. Ein Ortsbesuch.
Die zweite Schwimmrunde muss leider ausfallen. Wegen nicht funktionsfähiger Duschen wird der Badebetrieb am wenige Tage zuvor erst eröffneten „Volksbad“ in Berlin-Mitte für Dienstag und Mittwoch abgesagt. In der Instagram-Story, mit der die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz die kurzzeitige Schließung kommuniziert, steht außerdem noch: „Learning nach Woche 1: Es ist nicht so leicht, ein Freibad zu betreiben.“
Normalerweise gehört eben das auch nicht zu den genuinen Aufgaben eines Theaters. Expertise im Umgang mit mobilen sanitären Anlagen steht nicht in den Stellenbeschreibungen. Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz aber hat zum Start der Intendanz von Matthias Lilienthal und um die anstehenden Sanierungsarbeiten an der Obermaschinerie zu überbrücken, ein temporäres Freibadbecken vor dem eigenen Haus installiert. Am 7. August startete der Badebetrieb. Dienstags bis samstags kann man da jetzt eigentlich kostenfrei schwimmen und planschen, wenn man sich zuvor ein Zeitfensterticket organisiert hat.
Vor Ort am Dienstagnachmittag wiederholt die freundliche Servicekraft, was man ohnehin schon wusste: Schwimmen fällt erst mal ins Wasser. Immerhin lässt sie, die vom Plastikstuhl aus den Eingang hütet, alle, die fragen, zum Gucken kurz hinein, aber: „Ab der Treppe Schühchen ausziehen und keine Fotos!“











