«NZZ Bellevue» feiert sein 10-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Anlass stellen wir unsere «Bellevue»-Crew vor: zehn Persönlichkeiten aus der Schweiz, die mit ihrem Schaffen inspirieren. In dieser Folge spricht Ida Héritier über ein Klischee ihrer Branche und verrät, wo sie am liebsten Interior einkauft.«NZZ Bellevue»: Was ist das erste Wort, das Ihnen in den Sinn kommt, wenn Sie an «NZZ Bellevue» denken?Ida Héritier: Kuratiert. Man hat das Gefühl, dass hinter der Auswahl der Themen immer eine klare Perspektive steht.Sie sind Interior-Designerin und Digital Creator. Was gefällt Ihnen an der Arbeit mit schönen Dingen am meisten?Ich glaube, schöne Dinge machen den Alltag einfach angenehmer. Ob ein Raum, ein Möbelstück, Mode oder auch Blumen – sie können die Stimmung verändern, ohne dass man es bewusst wahrnimmt. Ich bin gerne von solchen Dingen umgeben.Über das «Bellevue»-Crew-Mitglied: Ida Héritier – Interior-Designerin und Digital Creator Ida Héritier ist studierte Architektin, Designerin und Content Creator. Nach Stationen in Warschau und St. Moritz arbeitet sie mit ihrem Partner Konrad Roslak im RDZ Studio an Architektur- und Interior-Projekten in Zürich. Während der Corona-Pandemie begann sie zudem, auf Instagram Mode und Design zu zeigen; heute folgen ihr dort rund 107 000 Menschen. Torvioll Jashari Wäre Ihre Karriere ohne Social Media anders verlaufen?Ich glaube nicht, dass ich ohne Social Media die Möglichkeit gehabt hätte, in so vielen unterschiedlichen Bereichen kreativ zu arbeiten. Dadurch habe ich viele interessante Menschen kennengelernt – und genauso wichtig: Andere konnten meine Arbeit entdecken. Das hat mir beruflich wie kreativ viele Türen geöffnet. Torvioll Jashari Luc Frey Das RDZ Studio von Ida Héritier und Konrad Roslak gestaltete das Interior-Design der «Draft»-Cafés in Zürich, Bern und Basel. Einige Möbel, wie der Beistelltisch «Cloud», stammen aus eigener Feder. Welches Klischee über Ihre Branche stimmt tatsächlich?Dass man eigentlich nie ganz abschaltet. Selbst wenn ich reise oder mit Freunden essen gehe, nimmt ein Teil von mir immer schöne Orte, gutes Licht oder Ideen für künftige Inhalte wahr.Was inspiriert Sie im Moment am meisten?Orte wie die Villa Cavrois und die Villa Necchi sind derzeit wahrscheinlich meine grössten Inspirationsquellen. Ich mag die Zurückhaltung, die Proportionen und die Tatsache, dass jedes Detail einen Zweck erfüllt. Fast ein Jahrhundert später wirken sie noch immer modern. Die Villa Necchi wurde in den 1930er Jahren in Mailand errichtet. Michael Martinelli / Unsplash Kann ein Zuhause zu perfekt eingerichtet sein?Wahrscheinlich schon. Gleichzeitig glaube ich, dass es für das eigene Zuhause keine festen Regeln gibt. Wenn man sich darin wohlfühlt, ist die Gestaltung die richtige.Welche Kleinigkeit kann einen Raum komplett verändern?Freier Raum. Manchmal hat das, was man weglässt, eine grössere Wirkung als das, was man hinzufügt. Und die Grössenverhältnisse: Ein einziges übergrosses Objekt kann oft mehr bewirken als viele kleine.Wo fühlen Sie sich am meisten zu Hause?Bei meinen Eltern. Egal, wie alt man ist, dieses Gefühl lässt sich durch nichts ersetzen. Aber auch in meiner Wohnung in Zürich fühle ich mich sehr zu Hause, und ich bin dankbar, dieses Gefühl an beiden Orten zu haben.Welches ist Ihr Lieblingsgeschäft für Interior?The Oblist.Über die «Bellevue»-Crew 10 Jahre – 10 spannende Menschen Die Schweizer Kreativszene prägt «NZZ Bellevue» seit seiner Gründung vor zehn Jahren. Anlässlich unseres Jubiläums haben wir zehn spannende Menschen zu ihrem Schaffen und ihrem Bezug zu unserem Portal befragt. Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
Interior-Designerin Ida Héritier: «Schöne Dinge können die Stimmung verändern»
«NZZ Bellevue» feiert sein 10-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Anlass stellen wir unsere «Bellevue»-Crew vor. In dieser Folge spricht Ida Héritier über Interiordesign.







