Bei einer Gala zum 100. Geburtstag des 2016 gestorbenen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro hat die Regierung in Havanna den USA eine »brutale und unmoralische Belagerung« der Insel vorgeworfen. Seit Monaten übt die US-Regierung erheblichen Druck auf Kuba aus, um politische und wirtschaftliche Reformen im sozialistischen Karibikstaat zu erzwingen.
US-Präsident Donald Trump hat Kuba mit einer »Übernahme« gedroht. Durch eine Ölblockade und Sanktionen von Washington (mehr hier) hat sich die ohnehin schwere Wirtschaftskrise der Insel in den vergangenen Monaten weiter verschärft.An der Veranstaltung nahm auch Fidel Castros Bruder, der ehemalige Präsident Raúl Castro teil. Der 95-Jährige war seit einigen Monaten öffentlich nicht mehr aufgetreten und ist in den USA angeklagt. Rufe wie »Es lebe der Sozialismus!« und »Vaterland oder Tod, wir werden siegen!« waren im Karl-Marx-Theater der kubanischen Hauptstadt zu hören.
Im Mai hatte die US-Justiz in Miami Anklage gegen Raúl Castro wegen der angeblichen Tötung von vier US-Bürgern erhoben (mehr zum Thema hier ). Die Vorwürfe beziehen sich auf den Abschuss zweier Flugzeuge einer kubanischen Exilorganisation im Jahr 1996. Castro war damals kubanischer Verteidigungsminister.













