Smilla Kolbe hatte gerade ihr zweitschnellstes Rennen über 800 Meter absolviert und das Finale der Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham trotzdem knapp verpasst. 1:59,18 Minuten reichten am frühen Donnerstagnachmittag im zweiten von zwei Halbfinalläufen nur zu Platz sechs, lediglich zwei Hundertstelsekunden fehlten zum Weiterkommen.

Smilla Kolbe mit einer wichtigen Botschaft

Wirklich niedergeschlagen wirkte die Frankfurterin danach allerdings nicht. Sie war mit ihrem Rennen zufrieden. Und sie hatte noch etwas zu sagen. „Ich habe ja alles zu gewinnen und nicht zu verlieren“, erklärte Kolbe im ZDF. Sie habe deshalb ein mutiges Rennen machen wollen. „Ich gehe lieber nach Hause, weil ich alles gegeben habe, als irgendwie was unversucht zu lassen.“ Das Finale verpasste sie zwar, dennoch sei die Zeit ihr „zweitschnellstes Rennen ever“ und deshalb „okay“.Auch auf die Frage, ob sie im Rennen im Nachhinein etwas anders machen würde, antwortete Kolbe selbstbewusst: „Nein, ich habe tatsächlich genau das gemacht, was ich wollte.“ Sie sei mutig angegangen und habe am Ende alles versucht. „Deswegen habe ich alles irgendwie so gemacht, wie ich konnte.“

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