PfadnavigationHomeSportHass-Kommentare„Will nicht wissen, was wäre, wenn ich nicht so weiß wäre“ – Kolbes Appell gegen RassismusStand: 14:58 UhrLesedauer: 2 Minuten800-Meter-Läuferin Smilla Kolbe prangert Rassismus im Netz anQuelle: Sona Maleterova/Getty ImagesSmilla Kolbe verpasst das EM-Finale in Birmingham nur um Zentimeter und rückt nach ihrem Lauf etwas anderes in den Mittelpunkt – die 800-Meter-Meisterin attackiert rassistische Hetze gegen Teamkollegen.800-Meter-Läuferin Smilla Kolbe hat nach ihrem EM-Halbfinale rassistische Hass-Kommentare im Netz gegen ihre Teamkollegen verurteilt und einen emotionalen Appell an die Fans gerichtet. „Wir vertreten hier alle ein Land, Deutschland. Wir treten hier mit Fairness und Respekt irgendwie an. Das sind die Werte im Sport. Und ich erwarte das genauso von allen, die supporten und zuschauen“, sagte Kolbe. Die 24-Jährige hatte in ihrem Halbfinale als Sechste um nur zwei Hundertstelsekunden den Endlauf am Freitagabend verpasst.Lesen Sie auchDoch das Rennen rückte schnell in den Hintergrund. Die deutsche 800-Meter-Meisterin wurde deutlich und sprach auch von Rassismus. „Ich freue mich extrem über den ganzen Support, den ich kriege“, sagte Kolbe und fügte hinzu: „Ich will gar nicht wissen, was wäre, wenn ich nicht so weiß wäre, wie ich bin. Das finde ich irgendwie erschreckend. Ich sehe das in anderen Kommentarspalten. Ich finde einfach, das ist nicht fair.“„Ich wollte es einfach nur loswerden“, sagt KolbeKonkrete Teamkolleginnen oder Teamkollegen, die von den Hass-Kommentaren betroffen sind, nannte Kolbe nicht. „Das sieht man unter vielen Posts. Deswegen sage ich nicht mehr. Also ich will mich auch aufs Positive konzentrieren. Ich wollte es einfach nur loswerden, weil mir das extrem wichtig ist.“Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify oder Apple Podcasts.Im Vorlauf war Kolbe in 1:57,80 Minuten als erste deutsche Läuferin seit 1990 unter 1:58 geblieben. Als Schnellste ins Finale am Freitag (22.46 Uhr) zog die britische Olympiasiegerin Keely Hodgkinson (1:57,28) ein, auch Hürden-Weltmeisterin Femke Broeders-Bol aus den Niederlanden (1:57,46) hinterließ einen starken Eindruck.dpa/LaGa
Hass-Kommentare: „Will nicht wissen, was wäre, wenn ich nicht so weiß wäre“ – Kolbes Appell gegen Rassismus - WELT
Smilla Kolbe verpasst das EM-Finale in Birmingham nur um Zentimeter und rückt nach ihrem Lauf etwas anderes in den Mittelpunkt – die 800-Meter-Meisterin attackiert rassistische Hetze gegen Teamkollegen.











