Mehr als eineinhalb Jahrzehnte hat Gianni Infantino für die Organisation gearbeitet, die heute sein erbittertster Gegner ist: Europas Fußball-Union Uefa. Erst war er in der Rechtsabteilung tätig, dann wurde er deren Leiter, schließlich stieg er zum Generalsekretär auf. Bekannt war er damals vor allem als der Mann, der die Auslosungen der kontinentalen Wettbewerbe moderierte. Aber seitdem er im Februar 2016 ins Rampenlicht trat und mit der Wahl zum Fifa-Präsidenten seine Skandal-Ära an der Spitze des Fußball-Weltverbandes begann, holt ihn ein ums andere Mal die Vergangenheit ein.