PfadnavigationHomeSportFußballOffener Brief der UefaInfantinos Gegner legen gegen den angezählten Fifa-Boss nachStand: 12:05 UhrLesedauer: 2 MinutenNach anhaltender Kritik an Gianni Infantino stellt sich die Fifa demonstrativ hinter ihren Präsidenten und kündigt ein hartes Vorgehen gegen Falschbehauptungen an. Die Uefa prüft unterdessen Zahlungen und Personalentscheidungen aus Infantinos Amtszeit.Gianni Infantino ist angezählt. Die Gegner des Fifa-Präsidenten erhöhen den Druck und hoffen auf dessen Rücktritt. Drei bedeutende Fußballverbände verfassen einen offenen Brief mit direkten Anschuldigungen.Die Gegner von Gianni Infantino wollen den Druck auf den angezählten Fifa-Präsidenten hochhalten. In einem offenen Brief wendeten sich die Dachverbände von Europa (Uefa), Asien (AFC), Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (Concacaf) gemeinsam an die Öffentlichkeit. Die Kontinentalverbände bekräftigen ihre Kritik an Infantino und fordern weiter einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes.„Führung im Fußball ist kein Besitz. Es geht nicht darum, Macht zu haben – oder ihre Ausübung einzufordern. Sie ist eine Verpflichtung zum Dienst an der Fußball-Familie, die einem ihr Vertrauen schenkt“, heißt es in dem Schreiben, das von Uefa-Präsident Aleksander Ceferin, AFC-Boss Salman bin Ibrahim al-Chalifa und Concacaf-Chef Victor Montagliani unterzeichnet ist.„Wenn dieses Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn sich jemand über das Kollektiv stellt, das ihn mit Verantwortung betraut hat, wurde diese Verpflichtung aufgegeben“, kritisieren die drei Dachverbände.Infantinos gescheiterte InvestorenpläneInfantino steht massiv in der Kritik bis hin zu Rücktrittsforderungen. Der Fifa-Boss wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Nach riesiger Empörung musste Infantino sein Vorhaben wieder begraben. Seitdem tobt ein Machtkampf im Fußball.In dem Brief wurde der Alleingang Infantinos bei seinen Plänen scharf kritisiert. „Ein Vorschlag, der in einem stark verkürzten Zeitrahmen vorangetrieben, ohne ernsthafte Konsultation erarbeitet und bis zu einer Frist angeschoben wurde, noch bevor die Mitgliedsverbände die Bedingungen angemessen prüfen konnten, ist nicht das Ergebnis eines Versehens – sondern Ausdruck eines bewussten Vorgehens, um eine Überprüfung einzuschränken“, heißt es.Verbände: kein Verfahrensfehler, sondern VertrauensbruchCeferin & Co. bezogen sich dabei auf ein Schreiben der Fifa, in dem Fehler bei den Investorenplänen eingeräumt wurden. „Es wurde nicht anerkannt, dass der Vorschlag an sich grundlegend falsch war. Nach wie vor fehlt jede Einsicht, dass der Versuch, eine Beteiligung an der Weltmeisterschaft zu verkaufen, ein gravierendes Fehlurteil war – nicht nur ein Verfahrensfehler, sondern ein grundlegender Vertrauensbruch gegenüber genau den Institutionen, denen die Fifa zu dienen verpflichtet ist“, schreiben die Dachverbände.Lesen Sie auchDie drei Verbandschefs um Ceferin schlossen ihren Brief mit einem Appell an die sogenannte Fußball-Familie: „Die Stärke des Fußballs lag stets in seiner Einheit. Wir rufen dazu auf, diese Einheit nun zu wahren – und für eine Führung einzustehen, die dem Fußball dient, statt ihn beherrschen zu wollen.“step/dpa
Offener Brief der Uefa: Infantinos Gegner legen gegen den angezählten Fifa-Boss nach - WELT
Gianni Infantino ist angezählt. Die Gegner des Fifa-Präsidenten erhöhen den Druck und hoffen auf dessen Rücktritt. Drei bedeutende Fußballverbände verfassen einen offenen Brief mit direkten Anschuldigungen.











