Startseite

Unternehmen

Industrie

Rüstungsindustrie: Auftragsbestand von Thyssen-Rüstungstochter TKMS auf Rekordhoch TKMS profitiert von einem Rekordauftragsbestand und steigert seinen Umsatz deutlich. Bei den Jahreszielen wird der Konzern daher optimistischer.

Grund zur Freude für den TKMS-Chef Oliver Burkhard: Der Auftragsbestand erreicht einen Rekordwert. Foto: Justin Tang/The Canadian Press vDie Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS nimmt mit prall gefüllten Auftragsbüchern immer mehr Fahrt auf und baut ihre Kapazitäten dafür aus. „Was Kapazitäten angeht, muss sich niemand Sorgen machen“, sagte Vorstandschef Oliver Burkhard am Mittwoch auf einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Die Werft in Wismar werde weitere Mitarbeiter einstellen. Der Konzern mit derzeit rund 9700 Mitarbeitern bekomme viele Bewerbungen, insbesondere aus der Automobilindustrie. TKMS prüfe gezielt internationale Kooperationsmöglichkeiten für künftige Projekte. Dazu gehöre etwa die Nutzung von Produktionskapazitäten der spanischen Werft Navantia. Diese sei derzeit nicht ausgelastet.Burkhard wies damit Sorgen im Markt zurück, dass der Konzern zu viele Aufträge annehmen könne. TKMS werde seine Versprechen an die Kunden halten. „Wir hätten das sonst nicht ins Orderbuch genommen.“ Der Konzern strebe auch nicht ein Wachstum um jeden Preis an, sondern wolle mit Bedacht wachsen. Er schließe Zukäufe nicht aus, aber aktuell sei nichts geplant.TKMS legte am Mittwoch die Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 vor. Der U-Boot-Bauer steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit sei insbesondere dank Zuwächsen in der Sparte Submarines um 13 Prozent auf 110 Millionen Euro geklettert. Der Auftragsbestand habe Ende Juni 20,1 Milliarden Euro betragen – so viel wie noch nie.Der Konzern erwarte nun unter anderem dank starker Zuwächse bei Atlas Elektronik für das Geschäftsjahr (per Ende September) einen Umsatzanstieg um zehn bis zwölf Prozent nach bisherigen Schätzungen von zwei bis fünf Prozent. Die Aktie legte im Tagesverlauf zeitweise um knapp 16 Prozent zu.Thyssenkrupp hatte die ehemalige Werftentochter Marine Systems im Oktober 2025 an die Börse gebracht, die Mehrheit aber behalten. Die heutige TKMS kann sich wegen der weltweiten Nachfrage nach Waffen und Munition vor Aufträgen kaum retten. Norwegen bestellte zwei weitere U-Boote, die deutsche Marine vier Fregatten. Mit Indien führt TKMS finale Vertragsverhandlungen zum Bau von sechs U-Booten.Vertrag für Mega-U-Boot-Auftrag Kanadas nicht besiegeltEin Highlight war die Ernennung durch die kanadische Regierung zum bevorzugten Bieter für den Bau von bis zu zwölf U-Booten. TKMS setzte sich gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean durch, der aber in Lauerstellung bleibt. Es gebe immer noch ein Unternehmen, was im Zweifelsfall eigentlich jetzt nur noch die Aufgabe habe, diese letzten Meter der Kampagne zu zerstören, um selbst wieder in den Driver Seat zu kommen, betonte Burkhard.TKMS arbeite eng mit den Regierungen Kanadas, Deutschlands und Norwegens sowie mit den Industriepartnern zusammen, um die Vertragsverhandlungen zügig voranzutreiben und abzuschließen. Allein die Aufträge von zwölf U-Booten hätten einen Wert von mehr als 15 Milliarden Euro. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick