Der Marineschiffbauer TKMS wird für das laufende Geschäftsjahr optimistischer. Vor allem bei Atlas Electronics sowie bei Überwasserschiffen geht das Unternehmen von einem starken Wachstum aus, wie die Tochter des Industriekonzerns Thyssenkrupp am Mittwoch in Kiel mitteilte. Das U-Bootgeschäft dürfte hingegen moderat zulegen. Die Aktie stieg um rund 11 Prozent.
TKMS rechnet nun im Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) mit einem Umsatzwachstum von 10 bis 12 Prozent. Bislang hatte das Unternehmen 2 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt. Die bereinigte Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll bis zu 6,5 Prozent erreichen. Hier standen bislang über 6 Prozent auf dem Zettel. Analysten erwarteten jedoch bereits eine Marge von 6,4 Prozent.In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz um 19 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit legte um 13 Prozent auf 110 Millionen Euro zu. Unter anderem höhere Verwaltungskosten drückten die entsprechende Marge um 0,3 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Die Zahlen lagen über den Erwartungen der Analysten.
Auftragseingang gesunkenDer Auftragseingang ging hingegen deutlich zurück: von 8,6 auf 3,6 Milliarden Euro. Allerdings hatte TKMS im Vorjahr von zwei Großaufträgen profitiert. Der Auftragsbestand wiederum stieg Ende Juni auf 20,1 Milliarden Euro – so viel wie noch nie.Die Nachfrage sei sehr stark, sagte TKMS-Chef Oliver Burkhard (54). Jetzt gehe es auch darum, die Aufträge abzuarbeiten. „Alle haben Geld, aber keine Zeit mehr. Früher hatten sie alle Zeit, aber kein Geld.“ Auffällig sei infolge des Irankriegs eine neue Nachfrage aus Anrainerstaaten des Persischen Golfs etwa zum Thema Minenräumung.








