Die Rettungskräfte kämpfen nach dem verheerenden Erdbeben in Kolumbien gegen die Zeit. Mehr als 2500 Menschen werden noch in den Trümmern vermisst. Die Meldung eines geretteten Babys macht Hoffnung.

12.08.2026, 10.35 Uhr

Rettungskräfte in Cali geben ein Handzeichen, mit dem sie um Ruhe bitten, um Verschüttete in den Trümmern hören zu können

In Kolumbien suchen Rettungskräfte weiter nach Überlebenden nach dem schweren Erdbeben im Westen des Landes: Nun sind ein Baby und dessen Vater lebend aus einem eingestürzten Haus in der Stadt Cali gerettet worden. Der Mann schützte das etwa zwei Monate alte Kind mit seinem Körper, als das fünfstöckige Gebäude kollabierte, wie kolumbianische Medien berichten.

Zwei Polizisten, die gerade in der Gegend waren, seien auf den Trümmerberg geklettert, berichtete der Sender Caracol. »Wir hörten Weinen und Stöhnen«, erzählte demnach einer der Einsatzkräfte, Ronald García. Es habe auch stark nach Gas gerochen. »Ich bin selbst Vater und habe eine vierjährige Tochter. Ohne groß nachzudenken, haben wir angefangen, zu graben.« Anwohner hätten dabei geholfen. Sie hätten schließlich zu dem Vater und seinem Sohn namens Salomón vordringen können.