Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien kämpfen die Rettungskräfte gegen die Zeit. Mehrere Menschen konnten lebend aus den Trümmern geborgen werden. Viele weitere werden noch vermisst, teils unter beschädigten oder eingestürzten Häusern. Zu den genauen Opfer- und Vermisstenzahlen gibt es angesichts der sich entwickelnden Lage unterschiedliche Angaben. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet von mindestens 181 Toten und mehr als 2500 Verletzten. Reuters schreibt von 254 Toten, AFP von 240 Toten und mehr als 1300 Verletzten. Die Nachrichtenagentur bezieht sich auf Uno-Angaben und gibt mindestens 224 Tote an. Mindestens 2595 Menschen seien verletzt worden.

»Die Vermissten haben für uns derzeit oberste Priorität«, sagte Präsident Abelardo de la Espriella am Dienstag bei einem Besuch in der Stadt Pereira. Offiziell würden 195 Menschen als vermisst gelten, so die dpa. In einer inoffiziellen Datenbank seien jedoch mehr als 4000 Suchmeldungen eingegangen.

Retter und Freiwillige räumen Schutt aus eingestürzten Gebäuden und tragen ihn in Eimern ab. Lastwagen transportieren die Trümmer ab. Bei der Suche in den eingestürzten Wohnhäusern und Gebäuden sind spezialisierte Teams mit Suchhunden im Einsatz, wie die Polizei mitteilte. Nach 72 Stunden ist die Möglichkeit, noch Überlebende zu finden, laut Experten extrem gering.