Der Drohnenvorfall in Leipzig hat offengelegt, wie verwundbar Deutschlands Flughäfen gegenüber gezielten Angriffen sind. Was seither als mutmaßlicher Anschlag gilt, beschäftigt nun die Bundesanwaltschaft, den Bundessicherheitsrat und, laut US-Medienberichten, mittlerweile auch amerikanische Geheimdienste.

Einige hundert Kilometer von Leipzig entfernt zeigt sich an zwei anderen Flughäfen ein weiteres Problem: Frankfurt und München, zwei der wichtigsten internationalen Drehkreuze des Landes, kämpfen mit Rekord-Wartezeiten durch die neuen EU-Grenzkontrollen. Ein Überblick.

Vergangene Woche geriet der Flughafen Leipzig/Halle in Alarmbereitschaft. Ein Busfahrer entdeckte auf einer Piste eine Drohne, präpariert mit professionellem Sprengstoff und einem Zünder, wie das Landeskriminalamt Sachsen mitteilte. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf eine versuchte Sprengstoffexplosion und einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr. Die Polizeiarbeit dazu übernimmt das Bundeskriminalamt. Die Tat sei geeignet, die innere und äußere Sicherheit der Bundesrepublik zu beeinträchtigen, so die Behörde.

Daraufhin brach Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) seinen Urlaub ab und reiste noch am selben Abend an den Tatort. Bei einer Pressekonferenz vor Ort bestätigte er, dass allein der abgerissene Zünder die Explosion verhinderte.