Der jüngste Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat erneut gezeigt, wie verwundbar kritische Infrastruktur in Deutschland ist. Der Flughafenbetrieb musste zeitweise ausgesetzt werden, nachdem eine Sprengstoff-Drohne entdeckt wurde. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Vorfällen an europäischen Flughäfen ein. Aus Sicherheitskreisen heißt es, Leipzig könnte künftig eine noch größere Rolle als logistisches Nato-Drehkreuz für die Unterstützung der Ukraine spielen. Welche Konsequenzen hätte dies für den zweitgrößten Frachtflughafen Deutschlands?
Ein Blick nach Polen zeigt, wie schnell sich die Anforderungen an einen Flughafen verändern können. Der Flughafen Rzeszów-Jasionka war bis Anfang 2022 ein regionaler Verkehrsflughafen. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine entwickelte sich Rzeszów jedoch innerhalb weniger Wochen zu einem der wichtigsten militärischen Logistikzentren Europas.
Vom Regionalflughafen zum Nato-Knotenpunkt
Kaum ein europäischer Flughafen hat sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs so stark verändert wie jener in Rzeszów-Jasionka. Aufgrund seiner Lage, rund 100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, wurde er zum zentralen Umschlagplatz für militärische Unterstützung, humanitäre Hilfsgüter, Regierungsreisen und medizinische Evakuierungen.











