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Flughafen Leipzig/Halle: Dobrindt nennt Drohnen-Vorfall „hybrides Anschlagsszenario“ Eine Drohne mit Sprengvorrichtung ist am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt worden. Der Bundesinnenminister spricht von einem sehr ernsten sicherheitsrelevanten Vorgang.

Innenminister Alexander Dobrindt hat seinen Urlaub unterbrochen, um sich vor Ort zu informieren. Foto: Hendrik Schmidt/dpaLeipzig. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht in dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle ein „hybrides Anschlagsszenario“. Das sagte der CSU-Politiker am Abend vor Ort. „Wir müssen von einem sehr ernsten sicherheitsrelevanten Vorgang ausgehen.“ Es handele sich um ein neues Bedrohungsszenario. Drohnen-Sichtungen kenne man bereits, aber dass eine mit Sprengstoff ausgestattete Drohne im Bereich eines Flughafens entdeckt werde, sei eine neue Gefahrenqualität. Auch zukünftig seien solche hybriden Bedrohungsversuche nicht auszuschließen.Dobrindt hatte seinen Urlaub für eine Lagebesprechung mit den Spitzen mehrerer Sicherheitsbehörden unterbrochen. Flugbetrieb in der Nacht eingestelltAuf dem Flughafen Leipzig/Halle war der Flugbetrieb in der Nacht nach dem Fund einer Drohne mit einer Sprengvorrichtung vorübergehend eingestellt worden. Die Drohne befand sich nach den Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Sie wurde sichergestellt, mit einem Röntgengerät untersucht und von der Bundespolizei entschärft. Nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen wurde die Drohne mit der Sprengvorrichtung auf der Start- und Landebahn „Südpiste“ von einem Mitarbeiter des Flughafens gefunden. Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet sei. Bei der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden, hieß es.Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) sagte, es werde noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne gesucht. Es handele sich um einen ersten kapitalen Vorfall, wo man davon sprechen könne: „Die Gefahrenlage ist nicht mehr abstrakt, sie ist hoch“. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt