Die neue E-Auto-Prämie soll Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen den Umstieg auf Elektromobilität „erleichtern“ und der deutschen Automobilwirtschaft einen „Anschub“ geben. So zumindest lautet das erklärte Ziel der Bundesregierung. Doch ein Blick auf aktuelle Daten zeigt: Die Förderung kommt nicht nur Käufern günstiger Kleinwagen zugute. Auch Luxus-SUV, Oberklasse-Limousinen und Sportwagen werden gefördert.In der Auflistung des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zu den Bewilligungen bis zum 1. August finden sich mehr als 50 Fahrzeuge der Spitzenklasse, deren Listenpreise teilweise über 100.000 Euro liegen. Autoexperte Frank Schwope kritisiert die Förderung daher scharf: „Die Elektroauto-Prämie ist Verschwendung von Steuergeldern und sorgt für massive Marktverzerrungen“, sagt der Lehrbeauftragte an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Berlin auf Anfrage dieser Zeitung. Hat sich die Merz-Regierung mit der E-Auto-Prämie verzockt?
Regierung fördert Luxus-E-Autos für über 100.000 Euro
Mehr als 50 der von der Bundesregierung geförderten Fahrzeuge sind Luxus-E-Autos – darunter 36 Fahrzeuge von Porsche, die elektrischen Luxusmodelle G 580 und EQS 450+ von Mercedes sowie die BMW-Spitzenmodelle XM 50e und i7. Die elektrische G-Klasse von Mercedes zum Beispiel liegt laut der Website des Autobauers bei 129.301 Euro. Auch vier Modelle von BMW aus der Bafa-Auflistung kommen auf einen Basispreis von mehr als 100.000 Euro.










