PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBis zu 6000 Euro FörderungAnsturm auf E-Auto-Prämie – mehr als die Hälfte kommt aus Haushalten mit unter 45.000 Euro EinkommenStand: 10:36 UhrLesedauer: 2 MinutenQuelle: Arnulf Hettrich/imageBROKER/picture allianceDie neue E‑Auto‑Prämie stößt offenbar auf riesiges Interesse. Rund 55.000 Anträge gingen im ersten Monat ein, viele davon von Haushalten mit geringem Einkommen.Rund einen Monat nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) eine positive Bilanz gezogen. „Wir haben jetzt mehr als 55.000 Anträge mit einer beantragten Fördersumme von rund 240 Millionen Euro“, sagte Schneider den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (RND). Das Interesse sei groß, neun von zehn Antragstellern wollen demnach vollelektrische Autos fahren.Laut dem Bundesumweltminister hat mehr als die Hälfte der Antragsteller ein Haushaltseinkommen von maximal 45.000 Euro. „Die soziale Staffelung funktioniert also“, betonte Schneider. Die Förderung sei so gestaltet, dass Menschen mit geringerem Einkommen mehr Unterstützung erhielten und von den langfristigen Kostenvorteilen beim Laden profitierten.Lesen Sie auchDie neue staatliche E-Auto-Förderung kann seit rund einem Monat beantragt werden, gilt aber rückwirkend für seit 1. Januar zugelassene Autos. Die Förderung richtet sich vor allem an Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen und kann je nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen 1500 bis 6000 Euro betragen.Bis 2029 stehen für die Kaufprämie drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung zur Verfügung.Lesen Sie auchWeniger Ladesäulen in kleinen GemeindenKürzlich hatte Volkswagen-Chef Oliver Blume gefordert, dass die Politik mit attraktiven Anreizen und wettbewerbsfähigen Arbeitskosten Voraussetzungen für günstige Elektro-Autos schaffen müsse. Günstigere E-Autos hätten ein enormes Potenzial, betonte Blume. „Der Markt für vollelektrische Kleinwagen in Europa wird nach 2030 rund viermal so groß sein wie heute“, prognostizierte der Konzernchef.Die Ladeinfrastruktur in Deutschland ist jedoch weiterhin ausbaufähig. Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch zeigte kürzlich, dass viele kleine Gemeinden keine öffentlich zugänglichen Ladesäulen besitzen. Nach der Antwort haben 4548 (42 Prozent) der 10.775 Gemeinden in Deutschland noch keinen öffentlichen Ladepunkt. Vor fünf Jahren lag die Zahl um rund 2000 höher. AFP/nw