Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert Kolumbien, mindestens zwei ToteEin starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Das Epizentrum liegt im Westen – doch in mehreren Städten werden Schäden an Gebäuden und Verletzte gemeldet.10.08.2026, 17.05 Uhr2 LeseminutenAktualisiertEinwohner und Rettungskräfte suchen am Montag in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in Cali in Kolumbien, nachdem ein Erdbeben die Stadt erschüttert hat.Santiago Saldarriaga / AP(dpa/Reuters) Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Montag Kolumbien erschüttert. In der Stadt Manizales seien zwei Personen ums Leben gekommen, sagte Bürgermeister Jorge Eduardo Rojas in einem Interview mit Blu Radio, während Alejandro Eder, Bürgermeister von Cali, einer der grössten Städte Kolumbiens, erklärte, laut ersten Berichten seien dort mindestens 20 Gebäude eingestürzt, unter denen Menschen verschüttet seien.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im westkolumbianischen Departamento Chocó, wie der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) mitteilte. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von 96 Kilometern.Die Erschütterungen waren unter anderem in den Städten und Gemeinden wie Bogotá, Medellín, Cali, Pereira und Manizales zu spüren, wie mehrere Medien berichteten. In Cali seien Teile von Gebäudefassaden beschädigt worden. Auch aus Pereira seien Gebäudeschäden gemeldet worden.Das Beben ereignete sich um 7 Uhr 34 Ortszeit. Der US-amerikanische Geologische Dienst (USGS) gab die Tiefe mit 107 Kilometern an und damit etwas tiefer als der Kolumbianische Geologische Dienst.In der Hauptstadt des Departamentos Chocó, Quibdó, wurden nach Angaben der Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba mehrere Personen verletzt und Gebäude schwer beschädigt. «Uns bereiten die Nachbeben Sorgen», schrieb Córdoba auf der Plattform X.Regierung aktiviert KrisenstabDer erst kürzlich vereidigte Präsident Abelardo de la Espriella ordnete die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabs in San José del Palmar an. Dieser soll die Massnahmen zur Bewältigung der Schäden und die Hilfe für Betroffene koordinieren. Zudem forderte der Präsident einen detaillierten Bericht über die Lage und den dringendsten Hilfsbedarf.De la Espriella kündigte an, persönlich nach Pereira zu reisen. Kurz nach dem Hauptbeben registrierte der Kolumbianische Geologische Dienst zudem ein Nachbeben der Stärke 4,6 im ebenfalls im Departamento Chocó gelegenen Nóvita.