Bei einem schweren Erdbeben in Kolumbien sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Der Bürgermeister der westkolumbianischen Stadt Pereira, Mauricio Salazar, sprach am Montag im Radiosender Caracol von mindestens 18 Toten in seiner Gemeinde. „Die Situation ist kritisch“, sagte er. Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 7,4.Die Erschütterungen waren unter anderem in den Städten und Gemeinden wie Bogotá, Medellín, Cali, Pereira und Manizales zu spüren, wie mehrere Medien berichteten. In Cali seien Teile von Gebäudefassaden beschädigt worden, in Manizales habe ein Turm der Kathedrale Schäden erlitten.Auch aus Pereira seien Gebäudeschäden gemeldet worden. In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá wurden Gebäude evakuiert. An den Flughäfen in Pereira, Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago und Buenaventura wurde der Flugverkehr „aus Sicherheitsgründen“ eingestellt, wie die Luftfahrtbehörde mitteilte. Eine ältere Bewohnerin von Cali wird von Hilfskräften in Sicherheit gebracht. © AFP/JOAQUIN SARMIENTO Besonders betroffen war die Provinzhauptstadt Quibdo. „Wir haben gerade ein schweres Erdbeben in der Provinz Choco erlebt“, erklärte Gouverneurin Nubia Carolina Cordoba-Curi auf der Plattform X. „Obwohl das Epizentrum in der Nähe von San Jose del Palmar lag, wurden in der Hauptstadt Quibdo Verletzte und erhebliche Gebäudeschäden gemeldet.“ Sie äußerte zudem Sorgen über mögliche Nachbeben. Die Einsatzkräfte verschafften sich ein Bild von den Schäden und wollten in Kürze einen ersten offiziellen Bericht vorlegen.Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Der US-amerikanische Geologische Dienst (USGS) gab die Tiefe mit 107 Kilometern an und damit etwas tiefer als der Kolumbianische Geologische Dienst. Anwohner und Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer eines eingestürzten Gebäudes, nachdem ein Erdbeben die kolumbianische Stadt Cali erschüttert hat. © dpa/Santiago Saldarriaga Der erst kürzlich vereidigte Präsident Abelardo de la Espriella ordnete die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabs in San José del Palmar an. Dieser soll die Maßnahmen zur Bewältigung der Schäden und die Hilfe für Betroffene koordinieren. Zudem forderte der Präsident einen detaillierten Bericht über die Lage und den dringendsten Hilfsbedarf.De la Espriella kündigte an, persönlich nach Pereira zu reisen. Kurz nach dem Hauptbeben registrierte der Kolumbianische Geologische Dienst zudem ein Nachbeben der Stärke 4,6 im ebenfalls im Departamento Chocó gelegenen Nóvita. (dpa/Reuters/AFP)
Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert Kolumbien: Mindestens 18 Todesopfer und zahlreiche Verletzte in mehreren Städten
Ein starkes Erdbeben fordert Tote und Verletzte in Kolumbien. Das Epizentrum liegt im Westen – doch die Auswirkungen der Erschütterungen sind in mehreren Städten zu spüren.










