Mindestens 18 Tote : Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert Kolumbien10.08.2026, 16:59Lesezeit: 2 Min.Das Epizentrum liegt im Westen Kolumbiens: Mindestens 18 Menschen wurden getötet, die Zahl der Verletzten ist unklar. In mehreren Städten wurden Gebäude teils schwer beschädigt.Bei einem schweren Erdbeben in Kolumbien sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Der Bürgermeister der westkolumbianischen Stadt Pereira, Mauricio Salazar, sprach am Montag im Radiosender Caracol von mindestens 18 Toten in seiner Gemeinde. „Die Situation ist kritisch“, sagte er. Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 7,4. Es gab Verletzte und teils schwere Gebäudeschäden.Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im westkolumbianischen Departamento Chocó, wie der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) mitteilte. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von 96 Kilometern.Die Erschütterungen waren unter anderem in den Städten und Gemeinden wie Bogotá, Medellín, Cali, Pereira und Manizales zu spüren, wie mehrere Medien berichteten. In Cali seien Teile von Gebäudefassaden beschädigt worden, in Manizales habe ein Turm der Kathedrale Schäden erlitten. Auch aus Pereira seien Gebäudeschäden gemeldet worden.„Uns bereiten die Nachbeben Sorgen“Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Der US-amerikanische Geologische Dienst (USGS) gab die Tiefe mit 107 Kilometern an und damit etwas tiefer als der Kolumbianische Geologische Dienst.In der Hauptstadt des Departamentos Chocó, Quibdó, wurden nach Angaben der Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba mehrere Menschen verletzt und Gebäude schwer beschädigt. „Uns bereiten die Nachbeben Sorgen“, schrieb Córdoba auf der Plattform X.Der erst kürzlich vereidigte Präsident Abelardo de la Espriella ordnete die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabs in San José del Palmar an. Dieser soll die Maßnahmen zur Bewältigung der Schäden und die Hilfe für Betroffene koordinieren. Zudem forderte der Präsident einen detaillierten Bericht über die Lage und den dringendsten Hilfsbedarf.De la Espriella kündigte an, persönlich nach Pereira zu reisen. Kurz nach dem Hauptbeben registrierte der Kolumbianische Geologische Dienst zudem ein Nachbeben der Stärke 4,6 im ebenfalls im Departamento Chocó gelegenen Nóvita.