Die Geschichte von Jason Arday, der gerade als Cambridge-Professor wegen eines Skandals um Plagiate, Erfindungen und geschönte Lebensläufe zurückgetreten ist, hat eine Reihe von Leichen im Keller der westlichen Wissenschaft bloßgelegt. Arday wurde im Jahr 2023 im Alter von 37 Jahren zum jüngsten schwarzen Professor an der Universität Cambridge ernannt. Sein Fachgebiet war die Erziehungssoziologie. Arday hatte 2015 an der Liverpool John Moores University promoviert. Arday, Sohn von Einwanderern aus Ghana, wuchs in einer Sozialsiedlung in London auf. Er litt unter Autismus und anderen Behinderungen, aufgrund derer er bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr weder lesen noch schreiben konnte.
Mit Preisen und Ehrendoktorwürden überhäuft
Trotz dieser scheinbar unüberwindbaren Hindernisse sein Abitur zu machen, war nur eine von vielen spektakulären Leistungen seinerseits. Arday sammelte auch 5,5 Millionen Pfund für wohltätige Zwecke und nahm an Ultramarathons auf internationalem Spitzenniveau teil. Während seines rasanten Aufstiegs an die Spitze der britischen Wissenschaftswelt wurde er mit Preisen überhäuft und erhielt Ehrendoktorwürden von vier britischen Universitäten. In einem Interview mit ihm aus dem Jahr 2023 schwärmte Hilary Cremin, Dekanin der Fakultät für Erziehungswissenschaften in Cambridge: „Er ist der Weltbeste auf seinem Forschungsgebiet.“ Es ist keine Übertreibung, Jason Arday als den Liebling des britischen Hochschulwesens zu bezeichnen.










