Brand in Wildberries-Zentrum in Jekaterinburg Der russische Online-Händler Wildberries teilt mit, dass sein Logistikzentrum in Jekaterinburg nach einem Angriff in Brand geraten ist. Details zu der Attacke nennt der Online-Händler in seiner Mitteilung auf Telegram nicht. Wildberries ist der Marktführer in Russland. Die Ukraine hat bereits etliche seiner Lager angegriffen und begründet dies damit, dass Wildberries auch vom russischen Militär genutzt wird. Die Millionenstadt Jekaterinburg liegt weit im russischen Hinterland am Ural.Vanessa AngermannLager von Agrarfirma in Charkiw brennt nach russischem AngriffEin russischer Drohnenangriff hat in der ostukrainischen Region Charkiw ein Feuer in den Lagerhallen eines Agrarunternehmens ausgelöst. Der Angriff habe sich in der Gemeinde Balaklija ereignet, teilen die örtlichen Behörden über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Donnerstag den von russischen Angriffen betroffenen Landwirten Unterstützung zugesagt. Moskau greift verstärkt landwirtschaftliche Exportanlagen und Handelsschiffe in der Schwarzmeerregion der Ukraine an.Russische Angriffe: Tote und Verletzte in der Ostukraine Durch russische Angriffe sind in den ukrainischen Gebieten Dnipropetrowsk und Charkiw mindestens sieben Menschen getötet worden. Mindestens zwei Tote habe es bei einer Attacke auf die Industriestadt Pawlohrad gegeben, teilte der Militärgouverneur der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Sieben Menschen seien dazu verletzt worden. Einen weiteren russischen Luftangriff mit drei Toten und drei Verletzten gab es den Angaben nach auf die Gemeinde Wyschnewe rund 70 Kilometer westlich der Gebietshauptstadt Dnipro.Bei einer Drohnenattacke auf den Bahnhof in der Stadt Losowa im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen nach Behördenangaben zwei Männer ums Leben. Acht weitere Menschen seien verletzt worden. Nach Auskunft der ukrainischen Eisenbahn wurden bei dem Angriff das Bahnhofsgebäude, Oberleitungen und Waggons beschädigt. Acht weitere Verletzte gab es laut den Behörden zudem nach einem russischen Raketenschlag auf die Stadt Balaklija.Selenskyj reist erstmals seit Kriegsbeginn nach SerbienDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Samstag erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen sein Land in das traditionell mit Russland verbündete Serbien. „Wir müssen die Serben von der Seite Russlands wegziehen“, sagte ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Selenskyjs Besuch in Serbien sei für die Russen „ein Schlag ins Gesicht“.Warum der Besuch politisch heikel ist, lesen Sie hier: Selenskyj kündigt Einsatz gegen Russlands Rüstungsindustrie anDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Sitzung der militärischen und politischen Führung seines Landes spezielle Einsätze gegen Russlands Rüstungsindustrie angeordnet. Dabei gehe es um „bestimmte Unternehmen, die wir bereits identifiziert haben“, teilte Selenskyj auf Facebook mit. Alle Anwesenden bei der Sitzung hätten klare Aufgaben erhalten. „Ich erwarte, dass sie vollständig erfüllt werden.“ Russlands Militärindustrie müsse „spürbar eingeschränkt“ werden.Details zu den bevorstehenden Einsätzen nannte Selenskyj nicht. Er beklagte, dass Moskau weiterhin Unterstützung sowie wichtige Komponenten für seine Kriegsführung aus dem Ausland erhalte. „Wir sehen, dass jede russische Rakete, jede Drohne und andere Waffen kritische Komponenten aus anderen Ländern enthalten, ohne die solche Waffen einfach nicht existieren könnten.“Die Ukraine hat zuletzt die Erdölindustrie und auch die Rüstungswerke Russlands schwer getroffen. Dazu setzt Kiew Langstreckendrohnen ein, die mehrere Tausend Kilometer tief auf russisches Staatsgebiet, sogar bis Sibirien, vordringen können.Russische Schattenflotte: Schweden übergibt beschlagnahmten Frachter der UkraineSchweden übergibt der Ukraine einen beschlagnahmten Frachter der sogenannten russischen Schattenflotte. Das oberste schwedische Gericht lehnte einen Einspruch der Reederei gegen die Entscheidung ab, wie aus dem Urteil hervorgeht. Die ukrainische Justiz vermutet, dass der Frachter gestohlenes Getreide aus von Russland besetzten Gebieten transportierte.Die schwedische Polizei hatte die „Caffa“ im März auf Anfrage der ukrainischen Justiz beschlagnahmt. Der 96 Meter lange Frachter war auf dem Weg von Casablanca in Marokko nach St. Petersburg in Russland. Das Schiff steht auf einer Sanktionsliste der Ukraine und fuhr unter falscher guineischer Flagge, zehn von elf Crewmitgliedern waren Russen.An Bord der „Caffa“ befindet sich nach Einschätzung des ukrainischen Sanktionsbeauftragten Wladyslaw Wlasiuk eine Getreidelieferung. Er erklärte im März, das Schiff habe bereits in der Vergangenheit gestohlenes ukrainisches Getreide transportiert, unter anderem auf einer Fahrt vom Hafen Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim nach Syrien im vergangenen Jahr.Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sprach von einer „historischen Entscheidung“ und einem „wichtigen Präzedenzfall“. Die Ukraine werde ihre „Bemühungen fortsetzen, gegen die russische Schattenflotte und Russlands Möglichkeiten zur Finanzierung seines Krieges zu kämpfen.“Russischer Angriff trifft Lager von deutscher FirmaBei einem russischen Raketenangriff auf Kiew ist auch ein Lager des Ulmer Schmierstoffherstellers Liqui Moly getroffen worden. Es sei bei dem Angriff und einem anschließenden Brand niemand verletzt worden, sagte Unternehmenssprecher Sina Ataei. Ein niedriger Millionenbetrag an Schaden sei entstanden. Das Team arbeite mit Hochdruck daran, die Lieferketten wiederherzustellen, schrieb die ukrainische Vertretung bereits am Mittwoch. Bei dem völlig zerstörten Objekt handelt es sich nach Auskunft von Ataei um ein Lager, in dem ein langjähriger Kunde Waren lagerte. „Also ja, es ist natürlich schon ein Angriff auch auf uns indirekt“, sagte Ataei. Man wolle dem Partner so schnell wie möglich wieder Lager zur Verfügung stellen, dies sei jedoch nicht so leicht. An Wiederaufbau werde im Moment nicht gedacht.Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte am Mittwoch von einem Massenangriff gesprochen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe. Getroffen wurden demnach Lagerhäuser in der Hauptstadt Kiew und am Stadtrand.Liqui Moly beschäftigt weltweit rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Schmierstoff- und Additive-Hersteller mit Hauptsitz in Ulm ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Korruptionsermittlungen: Frühere ukrainische Botschafterin muss Kaution hinterlegenDas Oberste Antikorruptionsgericht der Ukraine hat gegen die frühere ukrainische Botschafterin in den USA eine Kaution von 6 Millionen Hrywnja (rund 116.000 Euro) festgelegt. Am Mittwoch hatten die Korruptionsermittlungsbehörden NABU und SAP öffentlich erklärt, man ermittle gegen Olha Stefanischyna. Die 40 Jahre alte Juristin wird verdächtigt, sich unrechtmäßig bereichert zu haben. Außerdem soll sie falsche Angaben in ihrer sogenannten Vermögenserklärung gemacht haben. Ukrainische Politiker müssen ihre Einkommen und Vermögenswerte öffentlich machen. Auf diese Weise soll Korruption verhindert werden.Stefanischyna selbst weist die Anschuldigungen zurück und äußerte bei Gericht gegenüber Journalisten, sie verfüge nicht über die nötigen Mittel, um die Kautionssumme zu hinterlegen. Am Montag war sie von Präsident Wolodymyr Selenskyj offiziell aus Washington abberufen worden. Kurz zuvor hatte sie schon „aus persönlichen Gründen“ ein Rücktrittgesuch eingereicht. Stefanischyna hatte zuvor andere Ämter inne. Sie fungierte als Vize-Ministerpräsidentin für Europäische Integration und Justizministerin. Mutmaßlicher Spion in Thüringen festgenommenEin 33 Jahre alter Ukrainer ist in Deutschland wegen des Verdachts verhaftet worden, dass er ein Rüstungsunternehmen ausgespäht hat. Ihm werde Agententätigkeit zu Sabotagezwecken für einen ausländischen Nachrichtendienst zur Last gelegt, teilten die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt am Donnerstag mit.Der Beschuldigte sei am Sonntag in Thüringen festgenommen worden und befinde sich nun in Untersuchungshaft. Er stehe unter dem dringenden Verdacht, im Juni als sogenannter „Low-Level-Agent“ Aufnahmen vom Betriebsgelände eines bayerischen Rüstungsunternehmens gemacht und diese seinem Auftraggeber zur Vorbereitung von Sabotageakten zur Verfügung gestellt zu haben. Russland weist Bericht über Rekrutierung kolumbianischer Söldner zurück Die russische Botschaft in Kolumbien hat einen Bericht über ihre Verwicklung in die Rekrutierung von Söldnern aus dem südamerikanischen Land für den Ukraine-Krieg zurückgewiesen. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung der Vertretung Moskaus in Bogotà hieß es, die Botschaft habe „weder eine Verbindung zu den im Bericht genannten Rekrutierern noch die geringste Ahnung, wie diese ihre Aktivitäten finanzieren“. Das kolumbianische Nachrichtenportal Noticias Caracol hatte am Montag einen Bericht veröffentlicht, wonach Moskau in Kolumbien Männer für den Krieg in der Ukraine rekrutieren lasse. Dabei stützte es sich auf entsprechende Zeugenaussagen und Dokumente. Neben einer Zahlung von 35.000 Dollar soll den Männern ein monatliches Gehalt von 3500 Dollar und die russische Staatsbürgerschaft versprochen werden.Auch aus anderen südamerikanischen Ländern hatte es schon ähnliche Berichte gegeben.Angehörige berichteten nun Noticias Caracol, dass es sich bei den angeworbenen Kolumbianern hauptsächlich um frühere Armeeangehörige handele. Diese seien offiziell für Sicherheitsdienstleistungen im Ausland rekrutiert worden. Dem Bericht zufolge hat die russische Botschaft Verbindungen zu den mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerken. Dass auch in der ukrainischen Armee Kolumbianer kämpfen, ist seit Längerem bekannt. Im vergangenen Jahr haben mein Kollege Robert Putzbach und Fotograf Daniel Pilar eine Einheit in der Ukraine besucht, in der fast nur Spanisch gesprochen wird:Vanessa AngermannUkraine meldet sechs Tote bei russischen AngriffenIn der ostukrainischen Stadt Balaklija sind den örtlichen Behörden zufolge bei einem russischen Angriff drei Menschen getötet worden. Durch den nächtlichen Angriff seien Brände ausgebrochen, teilen die Behörden auf Telegram mit. Rettungskräfte seien im Einsatz, um das Feuer zu löschen und Trümmer zu beseitigen.Drei weitere Menschen wurden laut ukrainischer Polizei im Norden der Region Sumy getötet. In mehreren Siedlungen seien mindestens 19 Menschen verletzt worden, teilen die örtlichen Behörden mit. In der gleichnamigen Stadt Sumy seien zudem zwölf Menschen verletzt worden. Dort seien gelenkte Fliegerbomben eingesetzt worden. Hannah SturmSelenskyj spricht mit Mark RutteDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt mit, er habe mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte über die Möglichkeit gesprochen, weitere Luftabwehrraketen zu beschaffen. „Mark ist über die Bedrohungen gut informiert, und wir haben unsere Bemühungen in Bezug auf Länder koordiniert, die über die erforderlichen Raketen und die Fähigkeit zur Hilfe verfügen“, schreibt Selenskyj auf X. „Es ist entscheidend, jegliche Bürokratie zu beseitigen und die erforderlichen politischen Entscheidungen zu treffen.“ Rutte erklärte auf X, er bespreche mit den Verbündeten, wie man der Ukraine weiterhin die Luftabwehrmittel beschaffen können, die sie dringend benötige. Ukraine evakuiert mehr als 500 Minderjährige aus Kramatorsk Wegen wachsender Gefahr durch russische Angriffe werden 525 Kinder und Jugendliche in und um die Stadt Kramatorsk in der Ostukraine nahe der Frontlinie zwangsweise evakuiert. „Die Sicherheitslage verschlechtert sich, daher ist es inakzeptabel, Kinder der ständigen Gefahr russischer Angriffe auszusetzen“, teilte der Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, mit. Es sei eine schwierige, aber notwendige Entscheidung. Es geht demnach um 59 Minderjährige aus der Ortschaft Krasnotorka, 140 aus der Ortschaft Bilenke und 326 aus Kramatorsk. Die Kinder stammen demnach aus 424 Familien.Der Ballungsraum um Slowjansk und Kramatorsk ist der letzte große Festungsgürtel, den die ukrainischen Truppen in der Region Donezk unter ihrer Kontrolle halten. Russland, das seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine führt, fordert für die Aufnahme von Friedensverhandlungen den vollständigen Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Gebiet Donezk. Kramatorsk ist weniger als 15 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Ermittlungen gegen ehemalige Vizeregierungschefin der UkraineDie ukrainische Justiz ermittelt gegen die gerade von ihrem Posten zurückgetretene ehemalige Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna. Vor dem obersten Antikorruptionsgericht werde über Auflagen für die frühere Vizeministerpräsidentin entschieden, berichteten örtliche Medien übereinstimmend. Zu den konkreten Vorwürfen wurde vorerst nichts bekannt.Stefanischyna war bis zum vergangenen Montag ukrainische Botschafterin in den USA. Mit Berichten über ihren möglichen Rücktritt hatte Mitte Juli eine große Regierungsumbildung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj begonnen. Medienberichten zufolge soll Stefanischynas Mutter im ersten Kriegsjahr 2022 eine Wohnung im Zentrum der Hauptstadt Kiew weit unter dem Marktpreis erworben haben. Stefanischyna war zu dieser Zeit Vizeregierungschefin und Justizministerin. Sie hat Korruptionsvorwürfe mehrfach zurückgewiesen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Wildberries-Logistikzentrum in Jekaterinburg in Flammen | FAZ
Online-Händler nennt Angriff als Grund für das Feuer +++ Schweden übergibt beschlagnahmten Frachter der Ukraine +++ Selenskyj reist erstmals nach Serbien +++ alle Neuigkeiten im Liveblog















