Wildberries-Lager in Russland vollständig ausgebrannt Die Ukraine hat abermals an mehreren Stellen den größten russischen Versandhändler Wildberries angegriffen. In der russischen Region Samara soll ein Lager vollständig ausgebrannt sein. Alle dort gelagerten Waren seien zerstört worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf ⁠einen Vertreter der Regionalregierung. Ukrainische Drohnen hatten das Lagerhaus am Sonntag angegriffen, wie der Gouverneur der Region mitgeteilt hatte. Der Standort liegt rund 800 Kilometer von den vordersten ukrainischen Militärstellungen entfernt. Nach einer Attacke auf ein Lagerhaus in der Siedlung Krasny Bor im Gebiet Leningrad um die Metropole St. Petersburg brach nach Angaben von Gouverneur Alexander Drosdenko ein Feuer aus. Das Unternehmen bestätigte einen Brand an einem Logistikzentrum in Krasny Bor. Die Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, Verletzte gebe es nicht.Im Moskauer Gebiet kamen nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow fünf Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben. Zehn Personen seien verletzt worden, sechs von ihnen wurden demnach in Krankenhäuser gebracht. Bei der Stadt Tschechow brachen Feuer in einem Industriegebiet aus, wie er mitteilte. Den größten Brand gab es demnach bei einem Lagerhaus, das auch von Wildberries genutzt werde. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos, die Rauch über einem Lagerhaus und evakuierte Mitarbeiter zeigen sollen.In der nordwestlich von Moskau gelegenen Region Twer sprachen Behörden ebenfalls von Schäden an einem Wildberries-Lager. Herabstürzende Drohnentrümmer hätten eine Wand der Lagerhalle im Dorf Emmaus beschädigt, hieß es. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.Vier Tote nach russischen AngriffenNach russischen Angriffen auf die ukrainischen Städte Sumy und Mykolajiw sind nach Angaben der Ukraine vier Menschen ums Leben gekommen. Dem Chef der Militärverwaltung in Sumy, Oleh Hryhorow, zufolge wurden in der nordöstlich gelegenen Stadt zwei Mädchen im Alter von fünf und zehn Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden.In Mykolajiw im Süden der Ukraine kam nach Angaben von Militärgouverneur Heorhij Reschetilow eine 89 Jahre alte Frau ums Leben. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden.Sewastopol: Russischer Soldat erschießt mehrere Menschen Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat ein russischer Soldat nach Behördenangaben mindestens vier Menschen erschossen. Er habe zuerst das Feuer auf Kameraden eröffnet und dabei einen Militärangehörigen getötet, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram mit. Anschließend habe der Soldat im Nachbardorf Chmelnizkoje drei Zivilisten umgebracht und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Zum Motiv der Tat wurde vorerst nichts bekanntgegeben. Russland: Haben sieben Frachtschiffe angegriffen Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau ⁠sieben Frachtschiffe mit Drohnen angegriffen. Sie hätten im ukrainischen Hafen von Mykolajiw gelegen beziehungsweise seien im Schwarzen Meer unterwegs gewesen, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Russland hat solche Angriffe mehrfach damit begründet, dass Rüstungsgüter für das ukrainische Militär transportiert würden. Unabhängig überprüfen lassen sich ‌solche Angaben nicht. Gouverneur: Fünf Tote bei ukrainischem Angriff auf Region Moskau Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Moskau sind nach russischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Zudem seien sechs Menschen verletzt worden, teilt der Gouverneur ‌der Region, Andrej Worobjow, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Lagerhaus sei in Brand geraten, das Feuer sei aber inzwischen gelöscht worden. Auch ein Privathaus und ein Auto seien ‌beschädigt worden. Russland: Haben 320 ukrainische Drohnen abgefangen Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 320 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Betroffen gewesen seien 19 Regionen. Wie viele gegnerische Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel erreicht ‌haben, teilt Russland nicht mit. Gouverneur: Lagerhalle bei St. Petersburg von Drohnen getroffen Bei einem Drohnenangriff in der Nähe der russischen Metropole St. Petersburg ist ‌ein Lagerhaus ‌getroffen worden. Das teilt der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Um was für ein ​Lagerhaus und um ⁠welche Firma es sich handelt, lässt er offen. Die Ukraine hat ​wiederholt Lagerhäuser von Online-Händlern wie dem russischen Marktführer ⁠Wildberries angegriffen und begründet ‌dies damit, dass sie auch vom russischen Militär genutzt werden.Das Nachbarland Finnland hat als Reaktion ⁠auf den ⁠jüngsten Angriff bei St. Petersburg im östlichen Finnischen Meerbusen ⁠eine ​vorübergehende Flugverbotszone ⁠eingerichtet, wie die finnischen ​Streitkräfte auf der Online-Plattform X mitteilen. ‌Finnland ist Mitglied der EU und der Nato ​und teilt eine gut ​1300 Kilometer lange Grenze mit Russland. Früherer Militärchef Saluschnyj hält Nato-Beitritt der Ukraine für ausgeschlossen Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, sieht keine Aussicht auf einen Nato-Beitritt seines Landes. „Leider werden wir ⁠niemals wirklich beitreten“, wurde der jetzige Botschafter in Großbritannien am Montag vom Medium „Evropeiska Pravda“ zitiert. Er habe dies bei einem Treffen ukrainischer ‌Botschafter gesagt. „Ich kenne die Nato sehr gut. Etwa zwölf Jahre lang habe ich persönlich daran gearbeitet, sicherzustellen, dass wir ‌die Nato-Standards erfüllen, und ‌jedes Jahr habe ich Märchen darüber gehört, wie wir jeden Tag der Nato beitreten würden.“Saluschnyj begründete seine Einschätzung damit, dass die Ukraine ​die militärischen Standards für einen ⁠Beitritt in keiner Weise erfülle. Es sei „unmöglich, mit dem Entwicklungsstand der ukrainischen Streitkräfte ... einer Organisation ​beizutreten, die sich von Doktrinen des Zweiten Weltkriegs leiten lässt“. Dem Land ⁠fehle die Technologie, ‌die in den Nato-Mitgliedstaaten bereits im Einsatz sei, darunter Raketenabwehr und Weltraumfähigkeiten.Das strategische Ziel der Mitgliedschaft in der Nato und der Europäischen ⁠Union ist in ⁠der ukrainischen Verfassung verankert. Saluschnyj war 2024 wegen Meinungsverschiedenheiten mit Präsident Wolodymyr ⁠Selenskyj ​über ⁠die Kriegsführung gegen Russland als Oberbefehlshaber ​entlassen worden. Meinungsumfragen zum Vertrauen der Wähler sehen ‌ihn etwa auf Augenhöhe mit Selenskyj. Russland lehnt eine ukrainische Nato-Mitgliedschaft kategorisch ​ab. Selenskyj entlässt ukrainische Botschafterin Stefanischyna in den USADer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Montag die ukrainische Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, entlassen. Stefanischyna erklärte, sie habe um ihre Entlassung gebeten. Stefanischyna war früher Justizministerin der Ukraine und im Juli vergangenen Jahres zur Botschafterin ernannt worden. Zunächst war unklar, wer nun auf Stefanischyna folgt.Die Botschaft in den USA ist für die Ukraine von besonderer Bedeutung. Das von Russland angegriffene Land ist auf US-Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen angewiesen.Die Beziehungen zwischen Selenskyj und US-Präsident Donald Trump waren angespannt, zuletzt zeigte sich Trump eher wohlwollend gegenüber Selenskyj. Trump kündigte zuletzt, die USA würden der Ukraine „das Recht geben, Patriots herzustellen“. Kurze Zeit später äußerte sich Trump hingegen zurückhaltender. Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur insbesondere vor ballistischen Raketen.Türkisches Schiff im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffenBei einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Regierungsangaben mindestens drei Seeleute schwer verletzt worden. Der Angriff traf das Schiff „Nadeschda“ etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei. Das teilte die türkische Generaldirektion für Seeverkehr nach Presseberichten mit.Die Behörde legte sich zur Herkunft der Drohnen nicht fest. Türkische Medien berichteten unter Berufung auf den Kapitän, mehrere ukrainische Drohnen hätten das unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiff angegriffen. Den Angaben nach brach ein Brand an Bord aus. Alle 23 Seeleute seien von der russischen Marine nach Noworossijsk in Sicherheit gebracht worden.Die Ukraine und Russland haben in den vergangenen Wochen die gegenseitigen Angriffe auf den Schiffsverkehr im Schwarzen Meer verstärkt.Zeuge: Verspätung hat Brand an Bord von DHL-Flugzeug verhindertBeim Prozess in Litauen gegen fünf mutmaßliche Versender von Brandsätzen in Kurierpaketen ist durch die Befragung eines Unternehmensvertreters von DHL deutlich geworden, wie knapp man im Juli 2024 einem Zwischenfall an Bord eines Frachtflugzeugs entkam. Dass das Paket mit dem Brandsatz noch am Boden im DHL-Logistikzentrum am Flughafen Leipzig und nicht während des Fluges in Brand geraten ist, sei auf die Verspätung der Maschine zurückzuführen gewesen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. „Wir hatten Glück, dass das Flugzeug Verspätung hatte. Es sollte um 5.30 Uhr abfliegen, und die Brandvorrichtung detonierte um 5.43 Uhr“, sagte der als Zeuge geladene DHL-Vertreter einem Bericht der Agentur BNS zufolge vor Gericht in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Er fügte hinzu, dass die Folgen weitaus gravierender gewesen wären, wenn das Feuer während des Fluges ausgebrochen wäre. Das Paket fing demnach kurz vor dem Verladen Feuer.Litauen hatte im Frühjahr Anklage gegen fünf Männer im Alter zwischen 23 und 69 Jahre erhoben, denen terroristische Handlungen und die Gründung einer organisierten terroristischen Vereinigung vorgeworfen wird. Zwei Sendungen sollen von ihnen von Vilnius mit DHL-Frachtflugzeugen nach Großbritannien verschickt worden seien, die beiden anderen mit DPD-Lastwagen nach Polen. Bei den Verdächtigen handelt es sich um Staatsbürger Russlands, der Ukraine und Litauens. Drei Tote bei russischem Angriff auf TankstelleBei einem ⁠russischen Angriff auf eine Tankstelle im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens drei Menschen getötet worden. Das teilte der Chef der Militäradministration. Oleksandr Hanscha am Montag auf Telegram mit. Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge in einem Vorort der Großstadt Krywyj Rih.Russland hat in den vergangenen Wochen seine Angriffe auf Tankstellen in der gesamten Ukraine verstärkt. Ebenfalls am Montag wurden bei einem Drohnenangriff auf eine Tankstelle in der Großstadt Saporischschja nach Behördenangaben drei Zivilisten verletzt.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chefunterhändler Rustem Umjerow zum Chef des Auslandsgeheimdienstes ernennen. Dies meldet der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Ukraine unter Berufung auf Selenskyj. Umjerow ist bislang der Chefunterhändler der Ukraine bei ‌den von den USA unterstützten Gesprächen mit Russland. Mehrere Tote in Russland gemeldetAuf der von Russland kontrollierten ‌Halbinsel Krim sind nach Angaben des Gouverneurs bei einem „feindlichen Angriff“ in der Nacht drei Zivilisten getötet worden. Zwei weitere seien verletzt ‌worden, teilt Sergej ‌Axjonow mit. Zudem sollen in Südrussland nach Behördenangaben drei Menschen durch herabstürzende Drohnen-Trümmer getötet worden sein. 13 Menschen seien zudem verletzt worden, darunter ​mehrere Kinder. Getroffen worden sei ⁠das Dorf Archipo-Ossipowka in der Nähe der Stadt Gelendschik. Offenbar nächste Attacke auf WildberriesDer russische Online-Händler Wildberries wurde wohl schon wieder Ziel eines ukrainischen Angriffs. Ein Logistikzentrum in der russischen Region Wladimir soll getroffen worden sein. Mitarbeiter ​seien wegen des Feuers in der Anlage in Sicherheit ⁠gebracht worden. Die Feuerwehr sei im Einsatz, hieß es. Über mögliche Verletzte oder Tote wurden zunächst keine Angaben gemacht. Warum attackiert die Ukraine einen russischen Versandhändler? Unser Korrespondent Friedrich Schmidt berichtet über die Angriffsserie.Mehr ladenTickarooLive Blog Software