Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesErneut heftige russische Angriffe auf Kiew – neun ToteRussland nimmt ukrainische Tankstellen ins Visier – Spritknappheit auf besetzter Krim entspannt sichEU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem KriegUkraine: Mindestens zehn Tote bei russischer Angriffswelle Von der Leyen: Raketeneinschlag in Polen inakzeptable Luftraum-Verletzung Russland meldet wieder Angriff auf Wildberries-LagerBei einem neuen ukrainischen Drohnenangriff auf den größten russischen Versandhändler Wildberries ist laut Angaben aus Russland ein Logistikzentrum im Gebiet Wladimir in Brand geraten. Die Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden, teilte das Unternehmen mit. Gouverneur Alexander Awdejew sprach von zwei Verletzten.Die Ukraine greift seit Mitte Juli die Wildberries-Anlagen an und wirft dem Versandhändler vor, auch Bedarf für den russischen Angriffskrieg zu liefern. Russische Behörden dagegen sprechen von Terroranschlägen gegen zivile Infrastruktur. Der Angriff im Gebiet Wladimir – ungefähr 190 Kilometer östlich von Moskau – war der mittlerweile 18., wie russische Medien berichteten.Nach Schätzungen von Wirtschaftsanalysten hat Wildberries durch die seit Wochen andauernden Angriffe bisher etwa 20 Prozent seiner Lagerkapazitäten verloren. Der Schaden wird auf 280 Milliarden Rubel (etwa drei Milliarden Euro) geschätzt.Zudem gab es am Montagmorgen in der russischen Stadt Belgorod Berichte über Angriffe aus der Ukraine auf die technische Universität. In sozialen Netzwerken kursierten nicht sofort überprüfbare Aufnahmen, die das brennende Hochschulgebäude zeigen sollen. Der Telegram-Kanal „Pepel“ (Deutsch: Asche) meldete, dass das Bauwerk komplett ausgebrannt sei. Behördenangaben gab es dazu bisher nicht. Die Universität gilt als ein regionales Zentrum für die Entwicklung und Erprobung von Drohnen. Sie hatte mit der Studienrichtung auch offiziell um Studenten in sozialen Netzwerken geworben.Lorenz ZeckSelenskij will Chefunterhändler zu Geheimdienstchef ernennenDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij will den Chefunterhändler Rustem Umjerow zum Chef des Auslandsgeheimdienstes ernennen. Dies meldet der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Ukraine unter Berufung auf Selenskij. Umjerow ist bislang der Chefunterhändler der Ukraine bei den von den USA unterstützten Gesprächen mit Russland. Er traf sich etwa im Mai mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien in Berlin.Lilly ZerbstRussland: Tote und Verletzte nach ukrainischen GegenangriffenIn der Schwarzmeerregion sind infolge ukrainischer Gegenangriffe nach russischen Angaben mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Drei Personen wurden dem Gouverneur des russischen Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, zufolge in dem kleinen Badeort Archipo-Ossipowka getötet. Weitere 13 Menschen seien verletzt worden, darunter auch Minderjährige. Dort seien Drohnentrümmer herabgestürzt.Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim wurden nach Angaben des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow ebenfalls drei Menschen bei einem ukrainischen Angriff getötet. Zwei weitere seien verletzt worden. Details nannte er nicht.Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, 131 ukrainische Drohnen über russischen Regionen und der annektierten Krim abgewehrt zu haben. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu.Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Saporischschja Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 21 Personen seien bei den Explosionen zweier Gleitbomben in der Stadt verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mit. Mehrere Wohnhäuser seien bei dem Angriff beschädigt worden. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde bei einem Drohnenangriff auf ein Auto eine Frau getötet, wie die Regionalverwaltung mitteilte. Zwei weitere Insassen des Wagens wurden dabei verletzt.Selenskij: Schiff im Asowschen Meer versenktInfolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100 000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und „dank der Treffsicherheit“ ukrainischer Streitkräfte gesunken sei.Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs. Es gehört demnach zu dem mit EU-Sanktionen belegten Logistikunternehmen FESCO, das wiederum zu Rosatom gehört. Das Schiff sei mit zwei Drohnen mehr als 200 Kilometer vor Noworossijsk angegriffen worden. „Das war ein ganz gewöhnliches, ziviles Containerschiff, das in internationalen Gewässern zivile Güter transportierte“, wird Rosatom-Chef Alexej Lichatschow zitiert. Er warf Kiew Piratentum und Seeräuberei vor. Die 17 Besatzungsmitglieder seien von einem anderen Schiff und Marinefliegern der russischen Schwarzmeerflotte gerettet worden. Erneut heftige russische Angriffe auf Kiew – neun ToteErneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht mit ballistischen Raketen angegriffen und dabei viele Menschen getötet und verletzt. Nach Behördenangaben wurden mindestens neun Menschen getötet und insgesamt mehr als 30 verletzt, unter ihnen zwei Teenager. Der Bürgermeister der Millionenstadt, Vitali Klitschko, berichtete auf der Plattform Telegram, in mehreren Bezirken seien Wohnhäuser und Gewerbegebäude beschädigt worden sowie Autos in Brand geraten. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei durch herabstürzende Raketentrümmer beschädigt worden, in ihm seien Menschen eingeschlossen, schrieb Klitschko. Zuvor hatte er von Explosionen in der Stadt berichtet und mitgeteilt, Kiew werde mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben. Erneut verbrachten viele Bewohner die Nacht in U-Bahnstationen oder im Freien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst noch unklar.Die Ukraine konnte nach den Worten ihres Präsidenten Wolodimir Selenskij bei den russischen Angriffen nur eine von 27 ballistischen Raketen abgeschossen. Seinem Land fehlten Abfangraketen für die US-Patriot-Systeme, sagte Selenskij. Russland habe insgesamt 35 Raketen abgefeuert, darunter 27 ballistische Raketen und 185 Kampfdrohnen. Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Als einzig wirklich wirksames Mittel dagegen gelten moderne Patriot-Systeme.Russland nimmt ukrainische Tankstellen ins Visier – Spritknappheit auf besetzter Krim entspannt sichIn den vergangenen Wochen hat die Ukraine der russischen Ölindustrie mit Drohnenangriffen massiv zugesetzt. Aus diesem Grund wurde beispielsweise auf der besetzten Halbinsel Krim das Benzin knapp, viele russische Zivilisten verließen die Krim daraufhin.Aktuell scheint sich die Lage auf der Halbinsel wieder zu entspannen. Die Besatzungsbehörden stellten Karten bereit, die Dutzende Tankstellen mit verfügbarem Benzin und Diesel zeigen. In der größten Stadt Sewastopol geben Tankstellen – je nach Kraftstoffart – aber weiter nur maximal 20 oder 40 Liter an die Autofahrer ab. Mehrere Sorten waren zudem nur mit Bezugsscheinen erhältlich. Die Preise sind dabei Medienberichten zufolge dreimal so hoch wie in Moskau. Zeitgleich berichtet CNN, dass Russland gerade vermehrt und gezielt Tankstellen in der Ukraine mit Drohnen attackiert. „Die Ausweitung der russischen Angriffe auf zivile Ziele erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem westliche Politiker vor einer möglichen Eskalation durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin warnen – als Reaktion auf die Folgen der von Kiew durchgeführten Langstrecken-Drohnenangriffe auf die russische Industrieinfrastruktur“, heißt es in dem Bericht. Lorenz ZeckUkraine schickt Feuerwehrleute und Spezialfahrzeuge nach FrankreichPräsident Wolodimir Selenskij hat zur Bekämpfung der Waldbrände in Frankreich ukrainische Rettungskräfte geschickt. Das ukrainische Nachrichtenportal UNN berichtet von 70 Rettungskräften und 15 Spezialfahrzeugen. Die Ukraine sei zudem bereit, dem staatlichen Katastrophenschutz bei Bedarf Luftunterstützung zur Verfügung zu stellen. Lorenz ZeckPolen bestellt russischen Botschafter einNach dem Einschlag einer russischen Rakete auf polnischem Territorium bestellt das polnische Außenministerium den russischen Botschafter ein. Das teilt Ministerpräsident Donald Tusk in einem Post auf der Plattform X mit.Lorenz ZeckLuzia GeierUkraine dringt auf Raketenlieferung - Trump zögert bei "Patriot"-LizenzDie Ukraine hat vor dem nahenden Winter auf eine rasche Stärkung ihrer Luftverteidigung gedrungen und ist nun beim erhofften Lizenzbau von US-Raketen auf Hürden gestoßen. Die Regierung in Kiew verhandele mit dem US-Verteidigungsministerium über die Erlaubnis, Patriot-Abfangraketen selbst zu produzieren, sagte die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna. Dieser Prozess könne jedoch ein bis fünf Jahre dauern. Einem Bericht der Financial Times zufolge ist sich US-Präsident Donald Trump nicht sicher, ob er dem zustimmen werde. „Es ist eine sehr außergewöhnliche Waffe, und wir müssen ein wenig vorsichtig sein, an wen wir Lizenzen vergeben“, zitierte die Zeitung den Präsidenten aus einem Telefonat.„Die verheerenden Auswirkungen jedes nächtlichen Angriffs sind derzeit unglaublich. Letzte Nacht und in der Nacht davor waren es 30 bis 40 ballistische Raketen.“Botschafterin Olha StefanischynaStefanischyna betonte, die Ukraine brauche die Raketen dringend, um sich gegen die zunehmenden russischen Angriffe zu schützen. Vertreter des Patriot-Herstellers Raytheon Co. seien bereits in der Ukraine gewesen, und Lockheed Martin Corp. , das die PAC-3-Abfangraketen für das Luftabwehrsystem herstellt, arbeite daran, ebenfalls ein Expertenteam in das Land zu entsenden, erklärte die Botschafterin. Parallel zu den Rüstungsfragen laufen diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte Trump am Dienstag im Weißen Haus getroffen. Dabei wiederholte er nach Angaben der Botschafterin sein Angebot, die Kämpfe an den aktuellen Frontlinien einzufrieren und dies als Ausgangspunkt für Verhandlungen zu nutzen. In diesem Zusammenhang kündigte Trump dem Zeitungsbericht zufolge an, dass seine Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff in den kommenden Tagen erstmals in die Ukraine reisen würden. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest, der Besuch könnte aber bereits in der nächsten Woche stattfinden, erklärte Stefanischyna. Luzia GeierEnergieanlage in russischer Region Wolgograd brennt nach DrohnenangriffIn der russischen Region Wolgograd brennen nach einem Drohnenangriff eine Energieanlage und mehrere Lagerhallen. Dies teilte der regionale Gouverneur Andrej Botscharow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Fünf Menschen benötigten medizinische Hilfe, erklärte er weiter. Auch das ukrainische Militär meldete den Angriff und Brand auf Telegram. In der Region befindet sich eine Ölraffinerie des Konzerns Lukoil. Die Anlage habe eine Kapazität von rund 15 Millionen Tonnen Öl pro Jahr.Luzia GeierRumänien lässt wegen Flugkörpern an ukrainischer Grenze Kampfjets aufsteigenDas Nato- und EU-Mitglied Rumänien lässt nach der Entdeckung von Flugkörpern nahe der Grenze zur Ukraine zwei Kampfjets aufsteigen. Die Ziele seien im Bereich der Flussgrenze geortet worden, teilte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Im grenznahen Bezirk Tulcea sei zudem die Bevölkerung gewarnt worden.Ukrainische Häfen blockiert – Export von Eisenerz stockt Wichtige Eisenerz-Exporteure der Ukraine müssen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen vorübergehend den Betrieb einschränken. Der Chef des Bergbaukombinats Poltawa, Viktor Lotous, kündigte Medienberichten zufolge im Parlament einen Stillstand der Förderung von 10 bis 20 Tagen an. Drei von vier Schiffen mit Eisenerzkonzentrat könnten nicht auslaufen. Überdies sei eins der Schiffe von einer russischen Drohne beschädigt worden, dabei sei ein Matrose ums Leben gekommen. Auch das große Bergbaukombinat von Krywyj Rih hat wegen der russischen Angriffe auf die ukrainischen Häfen die Eisenerzförderung in seinem Tagebau eingeschränkt.Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen mit Drohnenangriffen den russischen Schiffsverkehr auf dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer weitgehend zum Erliegen gebracht. Deshalb hat Russland seine Angriffe auf die ukrainischen Häfen an der Schwarzmeerküste wieder verstärkt. Der Verkehr dorthin war seit 2023 zwar riskant, er funktionierte aber. Die Ukraine konnte Getreide, Dünger, Eisenerz und andere Güter ausführen. Derzeit wagen ausländische Schiffe es nicht, Odessa und andere Häfen anzulaufen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine News: Russland meldet wieder Angriff auf Wildberries-Lager
Die Attacke im Gebiet Wladimir – etwa 190 Kilometer östlich von Moskau – ist russischen Medienberichten zufolge die 18. auf den Onlinehändler seit Mitte Juli.














