Stand: 07.08.2026 • 06:28 Uhr
Kolumbiens neuer Präsident de la Espriella will rigoros gegen Drogenhandel und den Kokaanbau vorgehen. Heute tritt er sein Amt an. Bei vielen Kolumbianern weckt das düstere Erinnerungen.
In Putumayo, im Süden Kolumbiens, lenkt Bauer Martín sein Motorrad über einen staubigen Feldweg. Rechts und links ziehen sich grüne Felder bis zum Horizont: Kakao, Kochbananen und immer wieder Koka, die Pflanze, aus der Kokain hergestellt wird.
Die Region Putumayo zählt zu den größten Koka-Anbauregionen Kolumbiens, auch Martín pflanzt neben Kakao Koka an. "Ich bin kein Drogenhändler und will niemanden schädigen, aber ohne Koka kann ich nicht überleben", sagt er.
Der 56-jährige Bauer lebt mit seiner Frau in einem selbst gebauten Holzhäuschen auf seiner Finca. Der Strom reicht gerade mal für Handy und Kühlschrank, gekocht wird mit Holz. Mehr als das Nötigste haben sie nicht.













