Die Trump-Regierung arbeitet offenbar an einem Importverbot für neue chinesische Komponenten, die in Rechenzentren zum Einsatz kommen. Wie Reuters unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Quellen berichtet, bereitet die US-Telekommunikationsaufsicht FCC entsprechende Beschränkungen für optische Transceiver aus China vor. Die Module wandeln elektrische Signale in Lichtsignale und zurück und ermöglichen so schnelle Datenübertragungen über Glasfaser, die bei der Vernetzung großer KI-Rechenzentren eine zentrale Rolle spielen.
Mit der Maßnahme wolle die Regierung verhindern, dass chinesische Anbieter über solche Komponenten Daten abgreifen, Schadsoftware einschleusen oder den Betrieb von US-Rechenzentren stören. Die zuständigen Beamten hoffen laut Reuters, die Regelung noch in diesem Jahr umzusetzen. Die FCC könnte die Pläne allerdings noch ändern oder vollständig fallen lassen, schreibt Reuters.
Von einem Importverbot wäre vor allem Zhongji Innolight betroffen. Das chinesische Unternehmen zählt zu den weltweit größten Herstellern optischer Transceiver. Laut Börsenprospekt entfielen im ersten Quartal 2026 rund 62 Prozent seines Umsatzes auf die USA.
Nach dem Reuters-Bericht über die geplanten Beschränkungen gerieten die Aktien von Zhongji Innolight und anderen chinesischen Herstellern optischer Komponenten deutlich unter Druck. Dagegen legten die Aktien mehrerer US-Anbieter optischer Transceiver wie Lumentum, Coherent und Applied Optoelectronics zu.













