Es ist eigentlich erstaunlich, was das Bild eines einfachen Essens alles anrichten kann. Und dennoch: Die Influencerin Karolin Rosner, kurz Karo, hat es wohl schon geahnt, als sie auf ihrem Rezeptprofil kochen_mit_k die Anleitung für ein Jägerschnitzel gepostet hat.„Diskussion über den Namen in 3, 2, 1 …“, schreibt sie unter ihr Video, in dem ein Stück Jagdwurst paniert, von beiden Seiten angebraten und auf Makkaroni mit Tomatensoße serviert wird. „Kindheit pur! Zum Glück auch jetzt für meine Kinder“, so die Influencerin, die auf Instagram und TikTok mehr als eine Million Follower hat. „Was Geschmack und Geruch in wenigen Sekunden schaffen, bringt kein Fotoalbum zustande.“

Doch das Jägerschnitzel polarisiert; wer das nicht glaubt, muss nur in die Kommentarspalte gucken. Fast 500 Meinungsäußerungen hat das Video innerhalb weniger Stunden angesammelt – und die Debatte kreist nicht nur um den Namen.

Ursprünglich stammt das Gericht aus der österreichischen Küche, wo Jägerschnitzel traditionell aus der Kalbsnuss zubereitet und mit einer Pilzsoße serviert wird. Und zwar ohne Panade.

In Deutschland werden unter dem Namen häufig auch panierte Schweineschnitzel mit einer dunklen Pilzrahmsoße angeboten. In der DDR wiederum und heute noch in den ostdeutschen Bundesländern steht Jägerschnitzel eben wie bei Food-Bloggerin Karo für eine fingerdicke Scheibe aus panierter, gebratener Jagdwurst, die mit Tomatensoße und Nudeln serviert wird.