Hundert Jahre alt, technisch auf neuestem Stand und beliebt wie eh und je: Das Freibad Haselbrunn in Plauen feiert am Samstag, 8. August, ein Jahrhundert wechselvoller Geschichte. Das Besondere: Das Ambiente des Bades mit den charakteristischen hölzernen Umkleidekabinen ist noch erhalten, wie am ersten Tag. Dafür setzten die Bäder Plauen rund 286.000 Euro ein, davon brachte der Freistaat Sachsen über das Landesamt für Denkmalpflege 226.000 Euro Fördermittel auf, der Rest kam aus dem Stadtsäckel und von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Der erste Abschnitt der Sanierung begann bereits 2019 und dauerte drei Jahre. Die restlichen Kabinen konnten in den vergangenen Jahren nach und nach saniert werden. Ende August dieses Jahres soll der komplette hufeisenförmig angelegte Kabinenbestand denkmalschutzgerecht saniert sein, denn die gesamte Kabinenanlage steht seit Jahren unter Denkmalschutz.
So kam „das Stadion“ zu seinem ungewöhnlichen Namen
Dass dieses Bad überhaupt noch täglich im Sommer eine ausgelassene Schar an Gästen empfangen kann, grenzt an ein Wunder. Denn wie so viele Einrichtungen, die in der DDR so langsam vor sich hin rotteten, war auch „Das Stadion“, wie die Plauener das beliebte Bad nennen, nach der Wiedervereinigung quasi dem Verfall preisgegeben. Den Spitznamen hat das Bad vom benachbarten Vogtlandstadion, wo einst die Kicker von Vorwärts Plauen und heute die des Oberliga-Fußballclubs VFC Plauen gegen den Ball traten, beziehungsweise treten.













