Gerade, wenn es heiß ist, ist das Georg-Arnhold-Bad am Großen Garten die kühle Oase der Stadt. Tausende Kinder haben hier schwimmen gelernt, berühmte Sportler hier ihre Aufwartung gemacht. Das Dresdner „Arni“ wird in dieser Woche 100 Jahre alt - und das wird am Wochenende zünftig gefeiert.

Die Geschichte des Bades beginnt in den 1920er Jahren. Der jüdische Bankier, Mäzen und Kunstförderer Georg Arnhold stellte der Stadt den Bau eines modernen Freibades in einer Zeit zur Verfügung, in der Schwimmen und Körperkultur zunehmend als Teil öffentlicher Gesundheitsvorsorge verstanden wurden. Entworfen wurde die Anlage vom Dresdner Stadtbaurat Paul Wolf. Das damalige Freibad verfügte über ein beeindruckendes 100-Meter-Becken (doppelt so lang wie ein olympischer Pool), große Tribünen und einen zehn Meter hohen Sprungturm. Zur feierlichen Eröffnung am 27. Mai 1926 kamen Tausende Besucher.

Das neue Becken wurde von Spitzenschwimmer Erich Rademacher eröffnet. Der gebürtige Magdeburger war mit seinem Bruder Hans das absolute Spitzen-Duo im Wassersport, beide traten im Schwimmen und Wasserball an. Erich Rademacher gewann beispielsweise bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam für Deutschland Gold im Wasserball.