Schiffsverkehr in Straße von Hormus bricht noch stärker einDer Schiffsverkehr durch die für den Welthandel wichtigen Meerengen von Hormus und Bab al-Mandab ist gestern drastisch zurückgegangen. Das geht aus Schifffahrtsdaten des Analysehauses Kpler hervor. Demnach passierten nur zwei Schiffe die Straße von Hormus im Persischen Golf, nach acht am Vortag. Bei den Schiffen handelt es sich um einen mit Kohle beladenen Frachter unter der Flagge Panamas, der in die Wasserstraße einfuhr, und ein Frachtschiff unter der Flagge der Marshallinseln, das sie verließ. Durch die Meerenge Bab al-Mandab im Osten des Roten Meeres fuhr den Daten zufolge am Mittwoch nur ein einziges Frachtschiff unter der Flagge der Bahamas, verglichen mit 20 am Vortag.Die mit Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat gestern mitgeteilt, sie habe einen saudischen Öltanker vor der Hafenstadt Janbu am Roten Meer angegriffen. Ein weiterer Angriff habe einem saudischen Tanker im Golf von Aden gegolten. Die Huthi hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer verhängt. Iran hat die Straße von Hormus nach Beginn der Angriffe der USA und Israels am 28. Februar weitgehend blockiert.Iranische Fußball-Nationalspielerinnen in Australien eingebürgertDie beiden früheren iranischen Fußball-Nationalspielerinnen, die während des Asien Cups Asyl in Australien beantragt hatten, sind nun offiziell eingebürgert worden. Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh erhielten am Mittwoch im Rahmen einer Zeremonie unter der Leitung von Innenminister Tony Burke die australische Staatsbürgerschaft.„Es war ein ganz besonderer und unvergesslicher Tag für mich. Ich bin stolz und zutiefst dankbar, australische Staatsbürgerin zu werden“, sagte Ramezanisadeh in einer Erklärung. „Nach allem, was wir durchgemacht haben, und all den Herausforderungen, denen wir gegenüberstanden, bedeutet dieser Moment mehr, als Worte ausdrücken können“, ergänzte Pasandideh.Im März hatte die iranische Mannschaft vor dem Auftaktspiel der Continental-Meisterschaft in Australien die Nationalhymne nicht mitgesungen. Weil dies im Iran als Zeichen des Protests gegen die politische Führung gewertet worden war und Konsequenzen drohten, beantragten im Anschluss insgesamt sieben Teammitglieder Asyl im Ausrichterland.Fünf dieser Teammitglieder zogen ihre Anträge allerdings zurück und kehrten in den Iran zurück - auch wegen des Drucks auf ihre Familien. Wie es ihnen derzeit in ihrem Heimatland ergeht, ist unklar. Pasandideh und Ramezanisadeh hingegen hoffen nun auf eine Profikarriere in ihrer neuen Heimat. Bereits kurz nach dem Asylantrag waren die beiden Spielerinnen beim Training des australischen Klubs Brisbane Roar fotografiert worden. Vanessa AngermannTanker-Besatzung meldet zwei Explosionen in Straße von HormusIn der Straße von Hormus hat es nach Angaben der Besatzung eines Öltankers in der Nacht zum Donnerstag Explosionen gegeben. „Der Kapitän eines Tankers hat gemeldet, während der Fahrt in der Straße von Hormus zwei Explosionen gehört zu haben“, teilte die britische Seefahrtbehörde UKMTO im Onlinedienst X mit. Der Vorfall habe sich gut 15 Kilometer vor der Küste Omans ereignet. Der Tanker und seine Besatzung seien nicht betroffen.Vanessa AngermannTrump: Ich würde lieber Deal mit Iran schließenUS-Präsident Donald Trump hat sich abermals für ein Abkommen mit Iran ausgesprochen. „Ich würde lieber einen Deal schließen, weil ich keine Menschen töten will. Ich will keine Menschen töten“, sagte der Republikaner in einer Rede vor Anhängern in Las Vegas. Zum aktuellen Stand von möglichen Gesprächen machte er keine Angaben. Trump sagte lediglich, dass man rede. Man werde sehen, was passiere.Vizepräsident J.D. Vance sagte in einem Fox-News-Interview, dass die Entwicklung in eine Richtung gehen werde, die gut für die USA sei. Man werde alle Werkzeuge nutzen, die zur Verfügung stünden - militärische, wirtschaftliche und diplomatische. Einen zeitlichen Ausblick gab er nicht.Hannah SturmHuthi-Miliz in Jemen: Haben saudischen Öltanker angegriffenDie Huthi-Miliz in Jemen hat nach eigenen Angaben abermals einen saudischen Öltanker im Golf von Aden angegriffen. Das Schiff sei getroffen und zur Umkehr gezwungen worden, teilte der Militärsprecher Jahja Sari auf Telegram mit. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Saudi-Arabien äußerte sich bisher nicht.Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte zuvor von einer Explosion in der Nähe eines Tankers vor der Küste Jemens berichtet. Der Kapitän des Schiffes habe südöstlich der jemenitischen Hafenstadt Aden eine laute Explosion in unmittelbarer Nähe des Tankers gemeldet.Alle Besatzungsmitglieder seien unverletzt und in Sicherheit. Hinweise auf Umweltschäden gebe es bislang nicht. Die zuständigen Behörden untersuchten den Vorfall.Im Zuge des Irankriegs ist auch der zuletzt unterbrochene Krieg zwischen der Miliz und Saudi-Arabien neu entfacht worden. Die mit Iran verbündete Huthi-Miliz in Jemen hat in dem Rahmen abermals mehrfach Angriffe auf saudische Tanker im Roten Meer für sich reklamiert.Iran und Oman einigen sich auf neue Route durch Straße von HormusIran und Oman haben sich nach iranischen Angaben auf die geographischen Koordinaten für eine Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus verständigt. Eine gemeinsame Erklärung werde derzeit fertiggestellt, sofern sich keine Dritten einmischen, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei. USA streichen irakische Fluglinie von SanktionslisteKurz vor einer von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten Öffnung der Straße von Hormus hat das US-Finanzministerium Sanktionen gegen eine den iranischen Revolutionsgarden nahestehende irakische Airline aufgehoben. Die Fluggesellschaft Fly Baghdad, die auch als Iraq Express bekannt sei, sowie zwei Maschinen vom Typ Boeing 737 mit den Kennzeichen YI-BAF und YI-BAN seien von einer entsprechenden Terrorsanktionsliste gestrichen worden, teilte das Ressort mit.Eine Sprecherin des Finanzministeriums erklärte, dass die Fluggesellschaft „wesentliche Änderungen in ihrem Betrieb nachgewiesen“ habe. Es sei daher nicht weiter gerechtfertigt, dass Fly Baghdad weiter auf der Liste stehe. Zugleich stellte sie klar, dass dies „kein Hinweis auf eine Änderung der US-Politik gegenüber der iranischen Regierung, den Kuds-Einheiten der Islamischen Revolutionsgarden, anderen als terroristisch eingestuften Organisationen oder Personen, die diese unterstützen oder in deren Auftrag handelten“, sei.USA hoffen auf vorläufige Einigung mit Iran und Oman noch an diesem Mittwoch Die USA, Iran und Oman könnten sich nach einem Bericht des US-Portals „Axios“ rasch auf eine Übergangslösung zur Öffnung der Straße von Hormus verständigen. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtete „Axios“ unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion. Das Portal schrieb weiter, die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen Irans und gebe dem Land mehr Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge, als es vor dem Krieg hatte. US-Präsident Donald Trump hat unterdessen der Führung in Teheran abermals ein Ultimatum gestellt: Entweder Iran öffne die Straße von Hormus „sehr bald“ oder werde „sehr hart getroffen“, sagte Trump am Dienstag dem amerikanischen Fernsehsender Fox News. Zugleich betonte er, dass es derzeit „gute Gespräche“ mit Teheran gebe und es durchaus möglich sei, dass die Meerenge am Mittwoch oder dem darauffolgenden Tag geöffnet wird. Iran sei sehr interessiert an einem Abkommen, um den monatelangen Krieg zu beenden, sagte er. Schon am gestrigen Dienstag hatten alle Zeichen darauf hingedeutet, dass in Kürze eine Einigung verkündet werden könnte. US-Finanzminister Scott Bessent hatte erklärt, dass er eine Einigung mit Iran zur Öffnung der Straße von Hormus noch bis Mittwoch für möglich halte. US-Finanzminister: Chance auf Einigung heute oder morgenUS-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. „Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen“, sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC. Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung durch Iran in der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus machte Bessent klar, er gehe davon aus, dass eine freie Durchfahrt möglich sein werde. Qatar: Diplomatische Bemühungen im Irankrieg „weit fortgeschritten“ Die Vermittlungsbemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und Iran dauern nach Angaben Qatars weiter an. Eine Einigung gebe es zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, sagte der Sprecher des qatarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Er sprach aber von laufenden diplomatischen Bemühungen, die „bereits weit fortgeschritten“ seien.Die Vermittler arbeiteten daran, die unterschiedlichen Standpunkte zusammenzuführen. „Es werden ständig Entwürfe ausgetauscht“, so al-Ansari.Mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei bisher keine Einigung erzielt worden. „Das könnte sich in den nächsten Stunden oder Tagen ändern“, so der Außenamtssprecher. Der Schwerpunkt liege nun darauf, eine Eskalation zu verhindern und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen, sagte er weiter. Qatar vermittelt unter anderem neben Pakistan im Konflikt zwischen Iran und den USA. Huthi im Jemen: Haben Ziel in Saudi-Arabien angriffen Die Huthi im Jemen haben eigenen Angaben zufolge Saudi-Arabien angegriffen. Die von Iran unterstützte Miliz habe ein militärisches Ziel am saudischen Flughafen Nadschran unweit der jemenitischen Grenze mit einer Drohne angegriffen, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Aus Saudi-Arabien gab es zunächst keine Bestätigung dafür. Die Huthi bezeichneten den mutmaßlichen Angriff als Reaktion auf angebliche Verletzungen des jemenitischen Luftraums in den Provinzen Saada und Hadscha durch saudische Drohnen. Weitere Verstöße gegen den Luftraum würden nicht unbeantwortet bleiben, hieß es. Auch dazu äußerte sich Riad zunächst nicht.Die Spannungen zwischen den Huthi im Jemen und Saudi-Arabien hatten zuletzt wieder zugenommen. Saudi-Arabien kämpft im Jemen gemeinsam mit der international anerkannten Regierung seit mehr als zehn Jahren gegen die schiitische Miliz. Im Zuge des Irankriegs ist auch dieser Konflikt neu eskaliert. Insider: USA haben im Irankrieg wichtige Raketenvorräte fast aufgebraucht Die USA haben im seit Ende Februar andauernden Krieg gegen Iran ihre Bestände an wichtigen landgestützten Langstreckenraketen nach Angaben von Insidern weitgehend aufgebraucht. Dies schüre Sorgen über die Einsatzbereitschaft des US-Militärs für künftige Konflikte, sagten Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters mit Blick auf die niedrigen Lagerbestände. Details zur genauen Nutzung der Raketen vom Typ Army Tactical Missile Systems (ATACMS) und Precision Strike Missiles (PrSM) waren bislang nicht bekannt.Bei den Raketen handelt es sich vor allem um Boden-Boden-Geschosse des Heeres. Die USA hätten „nahezu alle“ dieser Waffen eingesetzt, sagten zwei der Insider. Zu genauen Zahlen wollten sie allerdings keine Angaben machen. Analysten zufolge wären solche Waffen, die über eine Million Dollar pro Stück kosten, auch in einem Konflikt mit China oder Russland von Bedeutung. PrSM ist eine neuere, fortschrittlichere Generation, die die ATACMS mit ihrer kürzeren Reichweite ersetzen soll.Zudem hätten die USA seit Kriegsbeginn knapp die Hälfte ihres weltweiten Bestands an Tomahawk-Marschflugkörpern verbraucht, sagte eine Person, die ebenfalls nicht namentlich genannt werden wollte. Diese werden von der Marine von Schiffen und U-Booten aus gestartet. Auch die Bestände an defensiven Waffen wie Patriot-Abfangraketen und THAAD-Systemen zur Abwehr ballistischer Raketen seien stark reduziert. Einem Bericht des Center for Strategic and International Studies (CSIS) von vergangener Woche zufolge wurden zwischen Februar und Juli etwa 65 Prozent der Patriot-Abfangraketen verbraucht und die THAAD-Bestände um mindestens 38 Prozent reduziert. Zwei der Insider bestätigten, dass diese Zahlen mit internen US-Daten übereinstimmten. Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht unserer F.A.Z.-Korrespondentin Sofia Dreisbach – die auch beschreibt, wie Start-ups aus dem Silicon Valley Abhilfe schaffen sollen: Pentagon fragt Militäranalysten nach Ideen für den IrankriegDas amerikanische Verteidigungsministerium sucht angeblich außerhalb der eigenen Reihen nach einer Lösung für den Irankrieg. Wie der amerikanische Sender CNN am Montag berichtete, habe ein Offizier des für den Krieg zuständigen Armeekommandos Central Command (Centcom) eine Bitte an eine große Gruppe von Militäranalysten gerichtet, man solle Vorschläge einreichen. Es gehe um „neue kreative und unkonventionelle Wege, Iran unter Druck zu setzen und zu bestrafen“, zitiert CNN aus der Email.Eine zweite Quelle habe diese Bitte bestätigt und CNN mitgeteilt, dass Centcom nach Ideen suche, seine Strategie anzupassen. Ein Sprecher von Centcom teilte in einer Stellungnahme mit, Centcom habe „eine lange Geschichte innovativer Denk- und Arbeitsweisen“. Besonders der Kommandeur, Admiral Brad Cooper, suche den Dialog mit „allen Mitgliedern unseres großartigen Teams, unabhängig von deren Rang“, um die „höchste operative Leistungsfähigkeit“ zu erhalten.Wie der Sender weiter berichtet, könnte die Bitte ein Zeichen dafür sein, dass der Trump-Regierung die Ideen ausgehen, wie sie ein erfolgreiches Ende des Krieges erreichen kann. Peseschkian: Iran strebt keine Ausweitung des Krieges an Iran verteidigt nach den Worten seines Präsidenten Massud Peseschkian seine Grenzen. Sein Land strebe aber keine Ausweitung des Krieges an, erklärt Peseschkian staatlichen iranischen Medien zufolge. US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, es seien Verhandlungen mit Iran über eine Beilegung des Konfliktes im Gange. Zugleich sprach Trump von einer „letzten Chance“ für die Führung in Teheran. Iran wies die Darstellung zurück. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Montagabend, es fänden keine Verhandlungen mit den USA statt und es seien auch keine Treffen vorgesehen. Die einzigen laufenden Gespräche seien die mit dem Oman über die Verwaltung der Straße von Hormus.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: Schiffsverkehr in Straße von Hormus bricht noch stärker ein | FAZ
Nur zwei Schiffe passieren Meerenge am Mittwoch +++ Arrangement zwischen Iran und Oman vorgesehen +++ Irans Präsident: Verteidigen unsere Grenzen +++ alle Entwicklungen im Liveblog











