Iran: 26 Schiffe haben Straße von Hormus passiertNach iranischen Angaben haben in den vergangenen 24 Stunden 26 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, hieß es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Es handelte sich demnach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe. Die iranische Führung hat im Zuge des Kriegs nach eigenen Angaben eine Kontrollbehörde geschaffen, die den Schiffsverkehr in der Meerenge regeln soll. Die Behörde für die Meerenge des Persischen Golfs (PGSA) fordert Reedereien zur Koordination auf. Eine Durchfahrt ohne Genehmigung werde als illegal betrachtet, hieß es in einem Beitrag der neu geschaffenen Behörde auf X. Riad warnt Teheran vor „gefährlichen Folgen einer Eskalation"Der saudi-arabische Außenminister Faisal bin Farhan hat Teheran aufgefordert, die diplomatischen Bemühungen im Iran-Konflikt zu nutzen. So könnten die „gefährlichen Folgen einer Eskalation“ vermieden werden, schrieb der Minister am Mittwoch im Onlinedienst X. Teheran solle „unverzüglich auf Bemühungen reagieren, die darauf abzielen, die Verhandlungen zu einem Abkommen voranzubringen“.Zugleich lobte der saudi-arabische Außenminister US-Präsident Donald Trump dafür, dass er „der Diplomatie eine Chance“ gebe. Riad unterstütze überdies die laufenden Bemühungen des Vermittlers Pakistan um eine friedliche Beilegung des Konflikts. Iran wirft USA vor, Krieg fortsetzen zu wollenDer iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat den USA vorgeworfen, den Krieg gegen sein Land fortsetzen zu wollen. „Die offenen wie auch die verdeckten Bewegungen des Feindes zeigen, dass er trotz wirtschaftlichen und politischen Drucks seine militärischen Ziele nicht aufgegeben hat und versucht, einen neuen Krieg zu beginnen“, sagte Ghalibaf in einer Audiobotschaft, die am Mittwoch von iranischen Medien verbreitet wurde.„Die genaue Beobachtung der Lage in den Vereinigten Staaten bestärkt die Möglichkeit, dass sie noch immer auf die Kapitulation der iranischen Nation hoffen“, sagte der Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA. US-Präsident Donald Trump droht seit Tagen mit neuen Angriffen in Iran, sollte das Land nicht auf die Forderungen der USA eingehen. Für den Fall eines weiteren Angriffs der USA und Israels drohte Ghalibaf mit einer „energischen Antwort“. In seiner Audiobotschaft sagte er: „Wir müssen unsere Vorbereitungen für eine wirksame und entschlossene Antwort auf alle möglichen Angriffe verstärken.“ Iran werde sich „unter keinen Umständen Einschüchterungen beugen“. Aktivisten von Gaza-Hilfsflotille festgenommenAktivisten, die mit einer abgefangenen Hilfsflotte in den Gazastreifen unterwegs waren, werden nach Angaben der Bürgerrechtsgruppe Adalah ⁠in dem israelischen Hafen Aschdod festgehalten. Von dort sollen sie nach Angaben der Organisatoren der Flotte in ein Gefängnis in der israelischen Wüste überstellt werden. Erst dort würden dann Anwälte von Adalah zu ihnen gelassen. Mit der Flotte sollten Hilfsgüter ‌in den Gazastreifen gebracht werden. Die Schiffe wurden jedoch von der israelischen Marine abgefangen. Nach israelischen Angaben wurden alle 430 Aktivisten an Bord der Flotte auf israelische Schiffe gebracht. In Israel dürften sie sich mit ihren konsularischen Vertretern treffen. ‌Die Teilnehmer an Bord der 50 Schiffe ‌stammen den Organisatoren zufolge aus 40 Ländern. Tote durch israelische Luftangriffe Im Libanon sind nach offiziellen Angaben bei israelischen Luftangriffen mindestens 19 Menschen getötet und 32 weitere verletzt worden. Bei einem der Luftangriffe seien zehn Bewohner eines Hauses im Süden getötet worden, darunter drei Kinder, wie das Gesundheitsministerium in der Nacht mitteilte. Die Hizbullah setzte ihre Angriffe auf israelische Ziele ihrerseits fort. Die vom Iran unterstützte Miliz beanspruchte mehrere Angriffe auf israelische Soldaten im südlichen Libanon für sich. Sie habe dabei Raketen und Drohnen eingesetzt, teilte die Hizbullah am Montag mit. Sie habe erneut auch Ziele in Israel nahe der Grenze angegriffen. Xi warnt vor Wiederaufnahme der Kampfhandlungen in IranChinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat am Mittwoch vor einer Wiederaufnahme militärischer Angriffe im Nahen Osten gewarnt. Im Beisein Wladimir Putins sagte Xi in Peking: „Ein umfassender Waffenstillstand ist unerlässlich, die Wiederaufnahme des Krieges ist noch inakzeptabler, und die Einhaltung der Verhandlungen ist besonders wichtig.“ Zu Beginn der bilateralen Gespräche zwischen Xi und dem russischen Herrscher meldete die Nachrichtenagentur Xinhua, dass auch über den Nahen Osten gesprochen werde. Dies dürfte auch mit Blick auf die neuerlichen Äußerungen Donald Trumps erfolgen, der kurz zuvor mit neuen Angriffen auf Iran gedroht hatte. Iran wird von China und Russland maßgeblich unterstützt. Die Angriffe könnten in den kommenden Tagen erfolgen, sagte der US-Präsident. Vergangene Woche erst war Trump nach Peking gereist. Am Mittwochmorgen nun empfing Xi Putin in der Großen Halle des Volkes. Wie auch Trump erhielt Putin einen 21-Schuss-Salut und ein Willkommensspalier jubelnder Kinder. Es wird erwartet, dass Xi seinen russischen Gast in Teilen über seine Gespräche mit Trump in Kenntnis setzen wird. Zudem dürfte Putin auf eine chinesische Zusage für den Bau einer neuen Gaspipeline hoffen. Putin erinnerte seinen „lieben Freund“ Xi am Mittwoch denn auch daran, dass Russland weiterhin ein verlässlicher Energielieferant für China sei. Am Abend Pekinger Zeit sollen beide Staatschefs noch zu einem Gespräch unter vier Augen zusammenkommen.Klaus BardenhagenTrump und Vance: Krieg wird nicht mehr sehr lange dauernUS-Vizepräsident JD Vance hat versichert, dass der Krieg der USA mit Iran nicht zu einem „endlosen Krieg“ ausufern wird. Jede Eskalation mit ‌Teheran in Ermangelung einer diplomatischen Lösung ‌diene den langfristigen Sicherheitsinteressen der USA, sagte Vance bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. „Wir werden unsere Arbeit erledigen und nach Hause kommen“, erklärte er.Zuvor hatte Präsident Donald Trump ein rasches Ende des Krieges in ⁠Aussicht gestellt. Die USA würden den Krieg „sehr schnell beenden“, sagte er vor Abgeordneten im Weißen Haus. Zudem betonte er, ⁠dass ​Iran keine ⁠Atomwaffen haben werde.Klaus BardenhagenChinesische Öltanker fahren nach Monaten durch Straße von Hormus Die zwei chinesische Supertanker mit vier Millionen Barrel Rohöl an Bord haben mehr als ‌zwei Monate im Persischen Golf festgesessen, wie aus Schifffahrtsdaten von LSEG und Kpler hervorgeht. Die Schiffe der Konzerne Sinopec und Sinochem hatten ‌das irakische und qatarische ‌Öl den Daten zufolge Ende Februar und Anfang März geladen, kurz vor Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran. Sie ​sind nun auf dem Weg ⁠nach China. Stellungnahmen der Unternehmen lagen zunächst nicht vor.Klaus BardenhagenUS-Senat stimmt erstmals für mehr Mitsprache im IrankriegDer US-Senat hat mit 50 zu 47 Stimmen eine Resolution auf ​den Weg gebracht, derzufolge Präsident Trump ⁠für militärische Einsätze die ‌Zustimmung des Kongresses einholen muss. Ohne eine solche Genehmigung müsste der Krieg ⁠mit Iran beendet werden. Der Schritt gilt als ⁠seltene ​Zurechtweisung ⁠des Präsidenten. Vier Republikaner stimmten mit den Demokraten, während ein demokratischer Senator dagegen votierte. Allerdings muss die ​Resolution noch mehrere Hürden ‌überwinden, bevor sie in Kraft treten kann.Hintergrund des Streits ⁠ist ein ‌Gesetz aus dem Jahr 1973, das die Befugnisse des Präsidenten bei Militäreinsätzen einschränkt. Demnach darf ein US-Präsident höchstens 60 Tage lang militärische Maßnahmen ergreifen, bevor er den Kongress um Erlaubnis bitten oder den Einsatz beenden muss. Diese Frist war am ⁠1. Mai ⁠abgelaufen. Trump hatte an diesem Tag erklärt, eine Waffenruhe habe die Feindseligkeiten gegen Iran beendet. Irem YildirimVance: Wenn der Iran Atomwaffen hat, wollen andere Länder das auch US-Vizepräsident JD Vance ​sagt, der Kern der Verhandlungen mit Iran bestehe für die USA darin, dass Iran niemals eine Atomwaffe besitzen dürfe. Wenn das geschehe, würden die ⁠Länder am Golf ihre eigene Waffe wollen, und dann würden auch andere Länder auf der ganzen Welt diese haben wollen. „Wir wollen die Zahl der Länder, die über Atomwaffen verfügen, gering halten, und deshalb darf Iran keine Atomwaffe besitzen“, sagt Vance vor Reportern. Die USA würden deshalb wollen, dass Iran mit den USA ‌an einem Prozess zusammenarbeite, der sicherstelle, dass die Islamische Republik ihre Atomwaffenkapazitäten in den kommenden Jahren nicht wieder aufbaue. „Das ist es, was wir in den Verhandlungen erreichen wollen“, sagte Vance. Beide Länder hätten bei ihren Gesprächen große Fortschritte erzielt und keine Seite wolle eine Wiederaufnahme der militärischen Operationen, fügt Vance hinzu. „Wir ‌glauben, dass wir große Fortschritte gemacht haben. Wir glauben, ‌dass die Iraner eine Einigung erzielen wollen.“ Iran droht USA bei Wiederaufnahme von Angriffen mit Eröffnung „neuer Fronten“Die iranische Armee hat den USA mit der Eröffnung „neuer Fronten“ gedroht, falls Washington die Angriffe auf das Land wieder aufnehmen sollte. „Wenn der Feind dumm genug ist, (...) neue Aggressionen gegen unseren geliebten Iran zu starten, werden wir mit neuer Ausrüstung und neuen Methoden neue Fronten gegen ihn eröffnen“, sagte Militärsprecher Mohammed Akraminia am Dienstag laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag mitgeteilt, einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran verschoben zu haben, weil die Verhandlungen mit Teheran „sehr positiv“ verliefen. Seine Entscheidung gehe auf eine Bitte der Golfstaaten Qatar, Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate zurück, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.Das qatarische Außenministerium teilte dazu am Dienstag mit, dass Qatar auf Verhandlungen unter Vermittlung Pakistans setze, diese aber mehr Zeit benötigten. „Wir wollen die Menschen in der Region davor schützen, die Hauptverlierer einer Eskalation zu sein“, fügte der Sprecher des qatarischen Außenministeriums, Madsched al-Ansari, bei einer Pressekonferenz hinzu. Zu Trumps Äußerungen in Onlinemedien wollte er keine Stellung nehmen.Am Sonntag hatte Trump dem Iran erneut mit Vernichtung gedroht, sollte er einem US-Vorschlag für ein Ende des Krieges nicht zustimmen. Zur Hauptbedingung machte der US-Präsident, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe. Teheran wirft Merz „Heuchelei“ vorIran hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Reaktion auf dessen Kritik an einem Angriff auf Atomanlagen in den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE) „Heuchelei“ vorgeworfen. In einem auf deutsch verfassten Post auf der Plattform X kritisierte der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghai, dass amerikanisch-israelische Angriffe auf iranische Atomanlagen nicht auf Verurteilung stießen, ein vor kurzem erfolgter Drohnenangriff auf die VAE dagegen schon.Baghai kritisierte auch, dass Merz dem Iran die Schuld für den Angriff zugewiesen hatte. Er nannte die Attacken eine „mutmaßliche False-Flag-Operation“. Damit werden Täuschungsmanöver bezeichnet, bei denen Angriffe einer anderen Partei angelastet werden sollen. Selbst die VAE hätten dem Iran bisher die Urheberschaft nicht offiziell angelastet, schrieb Baghai.Merz: Iran darf nicht länger auf Zeit spielenBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Führung in Teheran aufgefordert, sich in den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Krieges zu bewegen. Iran müsse „aufhören, auf Zeit zu spielen“, sagte Merz am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Berlin. Iran dürfe „nicht länger die Region und die ganze Welt zur Geisel nehmen. Und vor allem das militärische Nuklearprogramm muss beendet werden.“Angesichts der von Iran blockierten wichtigen Schifffahrtsstraße von Hormus verwies Merz auf die Abhängigkeit Deutschlands und der Schweiz von Exporten. Beide Länder lebten daher „von offenen Handelswegen und niedrigen Zöllen auf der Welt“. Die iranische Blockade der Straße von Hormus sei deswegen für beide Länder „ein großer Schaden“, sagte Merz. Die Durchfahrt der Seewege müsse „so schnell wie möglich“ wiederhergestellt werden. Irans Forderungen für ein KriegsendeIran gibt Details seines jüngsten Friedensvorschlags bekannt, den er an die USA übermittelt ‌hat. Teheran fordert laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna eine Aufhebung der Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und ‌ein Ende ‌der Seeblockade iranischer Häfen. Außerdem ruft er zu einem Ende des Kriegs an allen Fronten auf, also auch im Libanon, ​sowie zu einem Abzug der ⁠US-Truppen aus Gebieten in der Nähe des Iran. Ferner verlangt der Iran ​Reparationszahlungen wegen der durch den Krieg verursachten Schäden. Die Nachrichtenagentur ⁠beruft sich in ihrem ‌Bericht auf Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi.Uli PutzTrump sieht „sehr positive Entwicklung“ bei Iran-GesprächenUS-Präsident Donald Trump sieht nach eigenen Angaben Fortschritte bei Gesprächen mit Iran. Es gebe eine „sehr positive Entwicklung“, sagte Trump am Montag bei einer Veranstaltung im Weißen Haus. Verbündete im Nahen Osten hätten ihm gesagt, sie seien „sehr nah dran, eine Einigung zu erzielen“, durch die Iran keine Atomwaffen besitzen werde.Die Entwicklung habe ihn überzeugt, einen geplanten Militärangriff auf Iran aufzuschieben, sagte Trump. „Es ist eine sehr positive Entwicklung, aber wir werden sehen, ob daraus etwas wird“, fügte er hinzu.Mehr ladenTickarooLive Blog Software