Chinesische Öltanker fahren nach Monaten durch Straße von Hormus Die zwei chinesische Supertanker mit vier Millionen Barrel Rohöl an Bord haben mehr als zwei Monate im Persischen Golf festgesessen, wie aus Schifffahrtsdaten von LSEG und Kpler hervorgeht. Die Schiffe der Konzerne Sinopec und Sinochem hatten das irakische und qatarische Öl den Daten zufolge Ende Februar und Anfang März geladen, kurz vor Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran. Sie sind nun auf dem Weg nach China. Stellungnahmen der Unternehmen lagen zunächst nicht vor.Klaus BardenhagenTrump und Vance: Krieg wird nicht mehr sehr lange dauernUS-Vizepräsident JD Vance hat versichert, dass der Krieg der USA mit Iran nicht zu einem „endlosen Krieg“ ausufern wird. Jede Eskalation mit Teheran in Ermangelung einer diplomatischen Lösung diene den langfristigen Sicherheitsinteressen der USA, sagte Vance bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. „Wir werden unsere Arbeit erledigen und nach Hause kommen“, erklärte er.Zuvor hatte Präsident Donald Trump ein rasches Ende des Krieges in Aussicht gestellt. Die USA würden den Krieg „sehr schnell beenden“, sagte er vor Abgeordneten im Weißen Haus. Zudem betonte er, dass Iran keine Atomwaffen haben werde.Klaus BardenhagenUS-Senat stimmt erstmals für mehr Mitsprache im IrankriegDer US-Senat hat mit 50 zu 47 Stimmen eine Resolution auf den Weg gebracht, derzufolge Präsident Trump für militärische Einsätze die Zustimmung des Kongresses einholen muss. Ohne eine solche Genehmigung müsste der Krieg mit Iran beendet werden. Der Schritt gilt als seltene Zurechtweisung des Präsidenten. Vier Republikaner stimmten mit den Demokraten, während ein demokratischer Senator dagegen votierte. Allerdings muss die Resolution noch mehrere Hürden überwinden, bevor sie in Kraft treten kann.Hintergrund des Streits ist ein Gesetz aus dem Jahr 1973, das die Befugnisse des Präsidenten bei Militäreinsätzen einschränkt. Demnach darf ein US-Präsident höchstens 60 Tage lang militärische Maßnahmen ergreifen, bevor er den Kongress um Erlaubnis bitten oder den Einsatz beenden muss. Diese Frist war am 1. Mai abgelaufen. Trump hatte an diesem Tag erklärt, eine Waffenruhe habe die Feindseligkeiten gegen Iran beendet. Irem YildirimVance: Wenn der Iran Atomwaffen hat, wollen andere Länder das auch US-Vizepräsident JD Vance sagt, der Kern der Verhandlungen mit Iran bestehe für die USA darin, dass Iran niemals eine Atomwaffe besitzen dürfe. Wenn das geschehe, würden die Länder am Golf ihre eigene Waffe wollen, und dann würden auch andere Länder auf der ganzen Welt diese haben wollen. „Wir wollen die Zahl der Länder, die über Atomwaffen verfügen, gering halten, und deshalb darf Iran keine Atomwaffe besitzen“, sagt Vance vor Reportern. Die USA würden deshalb wollen, dass Iran mit den USA an einem Prozess zusammenarbeite, der sicherstelle, dass die Islamische Republik ihre Atomwaffenkapazitäten in den kommenden Jahren nicht wieder aufbaue. „Das ist es, was wir in den Verhandlungen erreichen wollen“, sagte Vance. Beide Länder hätten bei ihren Gesprächen große Fortschritte erzielt und keine Seite wolle eine Wiederaufnahme der militärischen Operationen, fügt Vance hinzu. „Wir glauben, dass wir große Fortschritte gemacht haben. Wir glauben, dass die Iraner eine Einigung erzielen wollen.“ Iran droht USA bei Wiederaufnahme von Angriffen mit Eröffnung „neuer Fronten“Die iranische Armee hat den USA mit der Eröffnung „neuer Fronten“ gedroht, falls Washington die Angriffe auf das Land wieder aufnehmen sollte. „Wenn der Feind dumm genug ist, (...) neue Aggressionen gegen unseren geliebten Iran zu starten, werden wir mit neuer Ausrüstung und neuen Methoden neue Fronten gegen ihn eröffnen“, sagte Militärsprecher Mohammed Akraminia am Dienstag laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag mitgeteilt, einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran verschoben zu haben, weil die Verhandlungen mit Teheran „sehr positiv“ verliefen. Seine Entscheidung gehe auf eine Bitte der Golfstaaten Qatar, Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate zurück, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.Das qatarische Außenministerium teilte dazu am Dienstag mit, dass Qatar auf Verhandlungen unter Vermittlung Pakistans setze, diese aber mehr Zeit benötigten. „Wir wollen die Menschen in der Region davor schützen, die Hauptverlierer einer Eskalation zu sein“, fügte der Sprecher des qatarischen Außenministeriums, Madsched al-Ansari, bei einer Pressekonferenz hinzu. Zu Trumps Äußerungen in Onlinemedien wollte er keine Stellung nehmen.Am Sonntag hatte Trump dem Iran erneut mit Vernichtung gedroht, sollte er einem US-Vorschlag für ein Ende des Krieges nicht zustimmen. Zur Hauptbedingung machte der US-Präsident, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe. Teheran wirft Merz „Heuchelei“ vorIran hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Reaktion auf dessen Kritik an einem Angriff auf Atomanlagen in den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE) „Heuchelei“ vorgeworfen. In einem auf deutsch verfassten Post auf der Plattform X kritisierte der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghai, dass amerikanisch-israelische Angriffe auf iranische Atomanlagen nicht auf Verurteilung stießen, ein vor kurzem erfolgter Drohnenangriff auf die VAE dagegen schon.Baghai kritisierte auch, dass Merz dem Iran die Schuld für den Angriff zugewiesen hatte. Er nannte die Attacken eine „mutmaßliche False-Flag-Operation“. Damit werden Täuschungsmanöver bezeichnet, bei denen Angriffe einer anderen Partei angelastet werden sollen. Selbst die VAE hätten dem Iran bisher die Urheberschaft nicht offiziell angelastet, schrieb Baghai.Merz: Iran darf nicht länger auf Zeit spielenBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Führung in Teheran aufgefordert, sich in den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Krieges zu bewegen. Iran müsse „aufhören, auf Zeit zu spielen“, sagte Merz am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Berlin. Iran dürfe „nicht länger die Region und die ganze Welt zur Geisel nehmen. Und vor allem das militärische Nuklearprogramm muss beendet werden.“Angesichts der von Iran blockierten wichtigen Schifffahrtsstraße von Hormus verwies Merz auf die Abhängigkeit Deutschlands und der Schweiz von Exporten. Beide Länder lebten daher „von offenen Handelswegen und niedrigen Zöllen auf der Welt“. Die iranische Blockade der Straße von Hormus sei deswegen für beide Länder „ein großer Schaden“, sagte Merz. Die Durchfahrt der Seewege müsse „so schnell wie möglich“ wiederhergestellt werden. Irans Forderungen für ein KriegsendeIran gibt Details seines jüngsten Friedensvorschlags bekannt, den er an die USA übermittelt hat. Teheran fordert laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna eine Aufhebung der Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und ein Ende der Seeblockade iranischer Häfen. Außerdem ruft er zu einem Ende des Kriegs an allen Fronten auf, also auch im Libanon, sowie zu einem Abzug der US-Truppen aus Gebieten in der Nähe des Iran. Ferner verlangt der Iran Reparationszahlungen wegen der durch den Krieg verursachten Schäden. Die Nachrichtenagentur beruft sich in ihrem Bericht auf Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi.Uli PutzTrump sieht „sehr positive Entwicklung“ bei Iran-GesprächenUS-Präsident Donald Trump sieht nach eigenen Angaben Fortschritte bei Gesprächen mit Iran. Es gebe eine „sehr positive Entwicklung“, sagte Trump am Montag bei einer Veranstaltung im Weißen Haus. Verbündete im Nahen Osten hätten ihm gesagt, sie seien „sehr nah dran, eine Einigung zu erzielen“, durch die Iran keine Atomwaffen besitzen werde.Die Entwicklung habe ihn überzeugt, einen geplanten Militärangriff auf Iran aufzuschieben, sagte Trump. „Es ist eine sehr positive Entwicklung, aber wir werden sehen, ob daraus etwas wird“, fügte er hinzu.Ben MenglerDas Regime in Teheran fürchtet offenbar weiterhin, dass Teile der Bevölkerung sich erheben könnten. In diesen Tagen verstärkt das Regime spürbar seine Drohkulisse nach innen. Wie das Regime die Bevölkerung einschüchtert, schreibt unsere Korrespondentin Friederike Böge. Trump sagt Angriff auf Iran am Dienstag abDer amerikanische Präsident hat auf Bitten der Anführer mehrerer Golfstaaten einen angeblich geplanten Angriff auf Iran für Dienstag abgesagt. Donald Trump begründete das mit derzeit „ernsthaften Verhandlungen“, die stattfänden und – nach Meinung des Emir von Qatars, des Kronprinzen von Saudi-Arabien und des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate – „eine Einigung erzielt werden wird, die für die Vereinigten Staaten von Amerika sowie für alle Länder im Nahen Osten und darüber hinaus sehr akzeptabel sein wird“. Trump rudert damit von seinen zuletzt aufgestellten Drohungen abermals zurück. Noch am Sonntag hatte Trump Iran abermals mit Konsequenzen gedroht, sollte die Führung in Teheran nicht rasch handeln. „Für Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird nichts von ihnen übrigbleiben. Jede Minute zählt“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.In seinem neuen Beitrag auf Truth Social versichert Trump, dass dieser Deal „keine Atomwaffen für Iran“ beinhalten werde. „Aufgrund meines Respekts gegenüber den oben genannten Führern habe ich den Kriegsminister Pete Hegseth, den Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, General Daniel Caine, und das US-Militär angewiesen, dass wir den für morgen geplanten Angriff auf den Iran nicht durchführen werden; ich habe sie jedoch ferner angewiesen, darauf vorbereitet zu sein, einen umfassenden, groß angelegten Angriff auf Iran auf Abruf durchzuführen, falls keine akzeptable Einigung erzielt wird.“Sebastian GubernatorBundeswehr verlegt Patriot-Einheit in die TürkeiDie Bundeswehr beteiligt sich vor dem Hintergrund des Irankrieges ab Ende Juni mit einem Patriot-Flugabwehrsystem an der NATO-Luftverteidigung in der Türkei. Eine Feuereinheit mit rund 150 Soldaten werde für drei Monate in das Land verlegt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die deutsche Einheit des Flugabwehrraketengeschwaders 1 aus Husum löse eine Einheit der US-Partner ab. Der Einsatz diene der Unterstützung der NATO-Luftverteidigung an der Südostflanke des Bündnisses.Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, Deutschland übernehme damit mehr Verantwortung innerhalb der NATO. „Das tun wir an der Ostflanke, im hohen Norden – und nun auch für mehrere Wochen in der Türkei an der NATO-Südostflanke“, sagte der SPD-Politiker. Dem Ministerium zufolge ist die Verlegung auch eine Reaktion auf den Irankonflikt. Das Bündnis habe wegen aus Iran abgefeuerter Raketen die Luftverteidigung in der Türkei verstärkt.Libanon meldet mehr als 3000 Tote seit Anfang MärzIm Krieg zwischen Israel und der Hizbullah sind in Libanon nach libanesischen Behördenangaben bisher mehr als 3000 Menschen getötet worden. Das Gesundheitsministerium in Beirut meldete, dass seit Ausbruch der jüngsten Eskalation Anfang März 3020 Menschen getötet und 9273 weitere Personen verletzt wurden. Das Ministerium unterscheidet in seiner Zählung nicht zwischen Zivilisten und Mitgliedern der proiranischen Hizbullah-Miliz.Teheran schickt weiteren Verhandlungsvorschlag an WashingtonPakistan hat einen überarbeiteten Friedensvorschlag der Teheraner Regierung an die USA übermittelt. Das bestätigte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, am Montag. Über deren Inhalte ist noch nichts bekannt. Zuvor hätten die USA Antworten auf Irans vorangegangenen Vorschlag übermittelt, sagte Baghai weiter. US-Präsident Donald Trump hatte diesen öffentlich als „dämlichen Vorschlag“ abgetan. Am Sonntag drohte Trump Iran wieder mit Konsequenzen, sollte die Führung in Teheran nicht rasch handeln. „Für Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird nichts von ihnen übrigbleiben. Jede Minute zählt!“Merz verurteilt iranische Luftangriffe auf EmirateBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die jüngsten iranischen Luftangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und andere Länder der Region scharf verurteilt. „Angriffe auf Nuklearanlagen sind eine Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in der gesamten Region“, schrieb Merz auf der Plattform X. „Es darf zu keiner weiteren Gewalteskalation kommen.“ Nach einem Drohnenangriff war in den Emiraten nach Behördenangaben am Wochenende ein Feuer im Bereich eines Atomkraftwerks ausgebrochen. Merz forderte Iran zu Schritten zur Beendigung des Krieges und zur Entspannung der Lage in der Golfregion auf. „Iran muss in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einsteigen, aufhören, seine Nachbarn zu bedrohen und die Straße von Hormus ohne Einschränkungen öffnen“, so der Bundeskanzler.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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