Oman richtet temporären Seekorridor durch Straße von Hormus ein Oman hat in Abstimmung mit der Weltschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) einen temporären Seekorridor für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus eingerichtet. Das geht aus einer Seefahrtswarnung des omanischen Hydrographischen Amts und der omanischen Marine hervor. Darin heißt es, die Maßnahme solle die Freiheit der Schifffahrt durch einen der weltweit bedeutendsten Meerengen sichern und gleichzeitig erhöhten Sicherheitsbedenken Rechnung tragen. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass die Durchfahrt weiterhin gebührenfrei bleibt. Die Regelung steht demnach im Einklang mit jüngsten Vereinbarungen im Rahmen von Bemühungen zwischen den USA und Iran. Die Straße von Hormus gilt als einer der strategisch wichtigsten Seewege der Welt – rund ein Fünftel des global gehandelten Erdöls wird durch die Meerenge zwischen Oman und Iran transportiert. Israel: Tunnel in Ostjerusalem entdecktDie israelische Polizei hat in der Nähe eines Kontrollpostens in Ost-Jerusalem einen 25 Meter tief gelegenen Tunnel entdeckt, der vermutlich Terrorzwecken dienen sollte. Das berichtet die Zeitung „Haaretz“ unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden. Der Tunnel sei vom Westjordanland aus in Richtung israelisches Territorium gegraben worden, hieß es weiter. Spuren im Tunnel hätten zur Festnahme zweier palästinensischer Männer geführt.Im Gazastreifen hatte die islamistische Hamas ein umfangreiches Tunnelnetz errichtet, das sowohl als Versteck, Schmuggelroute für Waffen und anderes Material und unterirdische Kommandoposten diente. Nach dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 waren auch mehrere der in den Gazastreifen verschleppten israelischen Geiseln in den Tunneln gefangengehalten worden.Unterdessen berichtete das israelische Militär, dass in der Nacht im Gazastreifen bei einem israelischen Luftangriff vier Raketenwerfer zerstört worden seien. Terrorgruppen hätten sie während der jüngsten Waffenruhe errichtet, hieß es.Israel will besetzte Gebiete an libanesische Armee übergebenIsrael und Libanon sprechen Vertretern beider Länder zufolge über einen ​von den USA unterstützten Plan, wonach israelische Truppen Teile der im Krieg mit der Hizbullah besetzten Gebiete an die libanesische Armee übergeben sollen. Die beteiligten libanesischen Soldaten würden von den USA ausgebildet und überprüft, ⁠um Verbindungen zur vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz auszuschließen, sagen israelische Regierungsvertreter. Israel werde jedoch eine militärische Präsenz in einer Pufferzone entlang der Grenze aufrechterhalten. IAEA: Iranische Atomanlagen werden inspiziertDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) wird nach Angaben ihres Chefs Rafael Grossi Irans Atomanlagen inspizieren. Dies sei Teil des Rahmenabkommens zwischen Iran und den Vereinigten Staaten, betonte er. „Ob das übermorgen, nächste Woche oder in zehn Tagen passiert, ist eine wichtige, aber keine essenzielle Frage. Es wird passieren“, sagte er am Mittwoch in einer Pressekonferenz bei dem Unfall-Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan.Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai hatte am Dienstag in Teheran gesagt, dass aktuell keine Inspektionen kriegsbeschädigter Atomanlagen durch die IAEA geplant seien. Dazu gehören unter anderem die Anlagen, in denen beinahe atomwaffentaugliches Uran gelagert wird.Der IAEA-Chef verwies hingegen auf die US-iranische Rahmenvereinbarung, wonach das Uran unter der Aufsicht der IAEA zumindest verdünnt werden soll. Dies sei von den Staatsoberhäuptern des Irans und der USA vereinbart worden. „Dazu müssen wir klarerweise inspizieren“, sagte Grossi. In Kürze würde an den entsprechenden Zeit- und Ablaufplänen gearbeitet, sagte er. Die Inspektionen würden in Zusammenarbeit mit der iranischen Regierung durchgeführt, betonte er. Ölpreise fallen weiter Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August rutschte im frühen Handel zeitweise unter 76 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Zuletzt stand die Notierung bei 76,75 Dollar und damit etwa ein halbes Prozent tiefer als am Vortag. Am vergangenen Freitag war der Preis für Nordseeöl noch über 80 Dollar gehandelt worden.Mittlerweile wird Rohöl der Sorte Brent nur noch knapp über dem Niveau gehandelt, das vor dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar herrschte. Fabian DrahmouneVor Treffen mit Trump: Rutte lenkt Fokus auf europäische Unterstützung im IrankriegKurz vor seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte die Unterstützung mehrerer europäischer Länder für die Vereinigten Staaten während des Irankriegs hervorgehoben. „Was die NATO angeht, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt“, sagte Rutte dem Sender Fox News. Zuvor hatten US-Regierungsvertreter mehrfach die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung von Alliierten für den US-Krieg gegen Iran kritisiert. Dabei ging es unter anderem um die Erlaubnis zur Nutzung von Militärstützpunkten und um Überflugrechte.Nach Angaben Ruttes gab es während des Irankriegs auf Stützpunkten in europäischen Ländern mehrere tausend Starts und Landungen von US-Militärflugzeugen. Der Kontinent sei für die Vereinigten Staaten eine „Plattform der Machtprojektion“. Rutte bezog sich damit auf die Tatsache, dass die europäischen Stützpunkte wegen ihrer geografischen Nähe Einsätze des US-Militärs etwa in Afrika und dem Nahen Osten deutlich vereinfachen. Niederlage für Trump im Senat Drei Wochen nach dem Repräsentantenhaus hat am Dienstag auch der Senat in Washington für eine Vorlage gestimmt, die von der Trump-Regierung ein parlamentarisches Mandat dafür verlangt, eventuelle Kampfhandlungen gegen Iran wieder aufzunehmen. Das Votum ist eher symbolischer Natur, da die Vorlage keine Gesetzeskraft hat.50 Senatoren stimmten für die Beschränkung von Trumps Befugnissen im Irankrieg, 48 stimmten dagegen. Neben den oppositionellen Demokraten, welche die Entschließung eingebracht hatten, schlossen sich auch vier Republikaner dem Votum gegen den eigenen Präsidenten an.Die „War Powers Resolution“ ist ein Ausdruck dafür, dass der Kongress in Fragen von Militäroperationen das letzte Wort für sich beansprucht. Trump hatte den Militäreinsatz gegen Iran Ende Februar ohne parlamentarische Zustimmung befohlen – mit der Begründung, eine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten abzuwenden. Trump kritisierte die Entscheidung des Senats. Offenbar in Anspielung auf einen Boxkampf schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social: „Ich habe den Iran also in den Seilen, kurz vor dem K.o. ... und der US-Senat beschließt eine schlecht getimte und bedeutungslose Abstimmung.“ Dies habe seine Aufgabe erschwert. „Aber ich werde sie auf die eine oder andere Weise zu Ende bringen - denn ich bringe die Dinge immer zu Ende!“, fügte der Präsident hinzu. Trump hatte das Ansinnen des Kongresses schon vor Wochen als „unpatriotisch“ verurteilt und den Kongressmitgliedern vorgeworfen, die laufenden Verhandlungen mit Teheran zu behindern. Weltschifffahrtsorganisation will 11.000 Seeleute evakuierenNach der Einigung der USA und Irans auf ein Ende der Kampfhandlungen und die Öffnung der Straße von Hormus will die Weltschifffahrtsorganisation IMO über 11.000 Seeleute aus der Region evakuieren. „Wir werden die Umsetzung des Evakuierungsplans für mehr als 11.000 Seeleute beginnen, die noch immer in der Region festsitzen“, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez einer Mitteilung zufolge. Der Großeinsatz werde in enger Zusammenarbeit mit Iran, Oman und anderen Golf-Anrainerstaaten sowie den USA und der Schifffahrtsbranche umgesetzt, sagte der Chef der UN-Sonderorganisation mit Sitz in London. Die notwendigen Sicherheitsgarantien seien eingeholt worden und die Bedingungen über die Sicherheit der Schifffahrt zur Unterstützung des Einsatzes gründlich geprüft worden. Dominguez verurteilte die Angriffe auf die zivile Schifffahrt auf Schärfste und würdigte die 14 Seeleute, die während des Konflikts ums Leben gekommen waren.Vertreter aus Libanon und Israel verhandeln in den USA Im Bemühen um einen dauerhaften Waffenstillstand in Libanon haben sich Vertreter des arabischen Landes abermals mit Repräsentanten Israels in den USA getroffen. Die fünfte Gesprächsrunde habe in Washington begonnen, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Die USA streben als Vermittler eine umfassende Einigung an, um den Krieg Israels mit der vom Iran unterstützten Hizbullah in Libanon zu beenden. Die Hizbullah nimmt an den Gesprächen aber nicht teil und lehnt diese ab. Die nächsten Tage seien hoffentlich entscheidend dabei, ein „gutes Ergebnis“ für Libanon und sein Volk zu erreichen, teilte Präsident Joseph Aoun zum Auftakt der fünften Verhandlungsrunde mit. Libanon müsse die „Hoheit über jeden Zentimeter seines Landes“ und „staatliche Autorität über jede Person auf unserem Boden“ erreichen. Aoun spielte damit auf die israelische Armee an, die mit Bodentruppen in Libanon im Einsatz ist, und auf die Hizbullah, die in Libanon außerhalb der staatlichen Gewalt weiter großen Einfluss ausübt. Die libanesische Regierung werde „nichts weniger hinnehmen als ein Ende der israelischen Besatzung und das gleichzeitige Ende der Vormundschaft von außen“, erklärte Aoun. Iran: Cyberangriff auf staatliche Banken Nach einem abermaligen Cyberangriff auf mehrere staatliche Banken in Iran sind elektronische Dienstleistungen massiv gestört. Medienberichten zufolge mussten die drei betroffenen Banken – Melli, Saderat und Tejarat – vorübergehend landesweit die Kartendienste ihrer Kunden abschalten, wodurch etwa Onlinezahlungen nicht möglich sind. So sollen unbefugte Zugriffe unterbunden und die Sicherheit der Vermögenswerte der Kunden gewährleistet werden, erklärte die IT-Abteilung des Banken-Koordinationsrats laut Nachrichtenportal „Shargh“.Fachleute arbeiten derzeit demnach an der Behebung der Störungen, um den Betrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen. Genauere Informationen konnte der Banken-Koordinationsrat jedoch nicht geben. Private Banken im Land sind von den Angriffen nicht betroffen.UN: Mehr als 11.000 Gebäude in Südlibanon zerstörtIm Kriegsgebiet im südlichen Libanon sind einem neuen UN-Bericht zufolge mehr als 11.000 Gebäude vollständig zerstört worden. Die entstandenen Schäden werden auf 1,38 Milliarden US-Dollar geschätzt, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP). Der Bericht wurde zusammen mit dem Nationalen Rat für Forschung veröffentlicht, der seit 2023 Kriegsschäden im Libanon im Auftrag der Regierung untersucht.Der Bericht befasst sich mit Gebieten südlich des Flusses Litani, der eine wichtige Grenzlinie im Krieg Israels mit der Hizbullah darstellt. Untersucht werden unter anderem Bezirke Tyrus, Nabatija und Bint Dschubail. Durch die Zerstörung von fast 11.100 Gebäuden seien dort 18.000 Wohneinheiten betroffen. 2.200 weitere Gebäude seien teils beschädigt und 9.300 gering beschädigt. Für den Bericht wurden unter anderem Satellitenaufnahmen aus dem April verglichen mit Aufnahmen aus dem vergangenen Oktober. Nicht untersucht wurden Straßen, Brücken oder Strom- und Wasseranlagen. UN: Seit Sonntag keine Luftangriffe in LibanonDie UN-Mission hat im Krieg Israels mit der Hizbullah in Libanon seit Sonntag keine Luftangriffe, deren „Flugbahnen“ oder auch deren Abwehr beobachtet. Es sei das erste Mal seit Beginn des jüngsten Kriegs am 2. März, dass es „mehr als zwei Tage lang keine solchen Aktivitäten“ gegeben habe, teilte die Mission Unifil mit. Der „Rückgang an Gewalt“ sei zwar ein gutes Zeichen. Die Blauhelme würden „Verletzungen des Luftraums, militärische Aktivitäten und Einschränkungen bei der Bewegungsfreiheit“ aber weiter beobachten. Truppen der UN-Mission seien weiterhin im Einsatz.Die Angriffe am Boden gehen im südlichen Libanon trotz dieser Darstellung offenbar weiter. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete heute, israelische Soldaten hätten dort mit Maschinengewehren auf eine Gruppe von Menschen geschossen. Mindestens zwei Menschen seien getötet worden. Die israelische Armee bestätigte den Angriff und sprach von einer „unmittelbaren Bedrohung“ in der Gegend. Trump beharrt auf iranischer Zusage für AtominspektionenUS-Präsident Donald Trump beharrt darauf, dass der Iran langfristigen Atominspektionen zugestimmt habe. Die Regierung in Teheran weist dies ⁠jedoch zurück. Zudem schreibt Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien, die USA würden Schiffe in der Straße von Hormus belassen. Dies geschehe für den Fall, dass eine abermalige Blockade iranischer Häfen notwendig werde. Israel will unabhängig von US-Waffenlieferungen werdenIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu strebt den Aufbau einer eigenen und von den USA unabhängigen Rüstungsindustrie an. Netanjahu schrieb auf der Plattform X, er schätze die Unterstützung der USA sehr, Israel müsse sich jedoch aus dieser Abhängigkeit befreien und eigene, unabhängige Rüstungssysteme entwickeln.Netanjahu erklärte zudem, Israel habe dem Iran und dessen Verbündeten einen Schlag versetzt. Der Konflikt sei jedoch noch nicht beendet. Es hänge von Israels Stärke ab, wo es in 30 Jahren stehen werde. Ziel sei es: „Unabhängigkeit von anderen erreichen, immer mehr Stärke aufbauen, immer mehr Technologie einführen, immer mehr Generationen von Kommandeuren ausbilden“.Mehr ladenTickarooLive Blog Software