Der apokalyptische Sommer bringt Regierungen zum Nachdenken. Die deutsche allerdings nicht, kritisiert unser Autor. Er regt an: Bürger:innen, DIY!

Insofern lautet der „Energie-für-Alle“-Rat im Sommer 2026: Ran an die Balkone, rauf auf die Dächer und ab in die Keller!

Florian Boillot

I m Anfang war das Wort, sagt die Theologie. Am Anfang war alles pure Energie, antwortet die Physik. Wer Recht hat? Unklar. Aber klar ist, dass beides, sowohl Worte als auch Energie, elementar sind – und damit herzlich willkommen, liebe taz-Leser:innen, zur ersten Ausgabe der Kolumne „Energie für alle“! Hier soll es alle sechs Wochen um Klima- und Energiefragen gehen: Wie sieht die Energiegegenwart und -zukunft aus? Auf welche Klima-Welt steuern wir zu? Welche politischen Entwicklungen gibt es bei uns und anderswo? Diese und andere Fragen will ich an dieser Stelle adressieren und freue mich, wenn Sie mit dabei sind. Und nicht zuletzt, weil man im Anfang ja auch die Tat sehen kann, soll es auch um die Frage des „Was tun?“ gehen.

Also: Wo stehen wir in Sachen Klima und Energie im Sommer 2026? Apokalyptische Waldbrände in Frankreich, Spanien und Italien zeigen, dass Europa nicht verschont wird von den Auswirkungen der Klimakrise. In Deutschland haben die Hitzewellen offenbart, wie schlecht wir auf die neue Klimarealität vorbereitet sind: Krankenhäuser, Pflegeheime und Schulen überhitzen, Asphalt wird flüssig und die Rhein-Schifffahrt kommt zum Erliegen.