Sponsored TopicHinter dem Immobilienentwickler Senn aus St. Gallen steht eine Familie – mit Erweiterungen. Vorsicht und Risikofreude, Pragmatismus und Kunstverstand, Wirtschaftlichkeit und Liebe zum Ort verbinden sich bei Senn zu einer eigenen Kultur, getragen von allen Mitarbeitenden und geprägt über Generationen.22.06.2026, 00.05 Uhr6 LeseminutenDieser Artikel ist im Rahmen der NZZaS-Verlagsbeilage «Generationenprojekt» vom 21. Juni 2026 erschienen. Sponsored Topic realisiert durch NZZ Story Lab im Auftrag von Senn. Hier geht es zu den NZZ-Richtlinien für Native Advertising.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Ein Teil der erweiterten Senn-Familie und ihr Barista: Florin Reifler führt die Espressobar Mano am Hauptsitz von Senn an der Brühlgasse in St. Gallen. Im Bild, von links: Iso Senn, Gaby Senn, Hanspeter Stacher, Nadia Sanchez Martin, Johannes Senn, Johannes Eisenhut, Lukas Senn, Anna Senn, Patrick Lengwiler und Sandro Infanger.Alexandra Koch DevosWas die Firma Senn genau ausmacht, lässt sich nicht mit einem Wort erledigen. Johannes Senn, der seit 26 Jahren an der Spitze des Unternehmens steht, weiss das genau. Wenn das Gegenüber versucht, die richtigen Worte dafür zu finden, hilft er nachsichtig aus. «Bauunternehmen» wäre naheliegend, aber Senn korrigiert. Ein Bauunternehmen habe mehr mit Produktion zu tun, mit Herstellen. Senn produziere nicht in diesem Sinn. «Wir sind eigentlich Manager», sagt er. Immobilienentwickler. Das heisst: Grundstücke und Liegenschaften suchen, kaufen, finanzieren, positionieren, planen, bauen lassen, vermieten und, zu guter Letzt, verkaufen. Dazwischen liegt ein langer Prozess, in dem sehr unterschiedliche Interessen zusammenkommen.»Er selbst ist Inhaber und Geschäftsführer, er führt die Gruppe in zweiter Generation. Gegründet wurde sie von seinem Onkel Iso, später stieg sein Vater Gallus ein. Heute leitet Johannes Senn das Unternehmen alleine. Weitere Familienmitglieder, wie sein Bruder und seine Frau, sind ebenfalls bei Senn. Mittlerweile engagiert sich auch Tochter Anna in der Firma. Ein Organigramm braucht es dafür nicht.Inhaber und Geschäftsführer Johannes Senn.SENNAm Anfang jeder Geschichte steht ein Grundstück oder eine Liegenschaft und die Frage: Was kann man dort machen? Was ist für künftige Nutzer interessant, was für Investoren, was für Behörden, was für die Nachbarschaft? «Am Schluss wollen wir es auch wieder verkaufen können», sagt er. «Das heisst, es muss investitionstauglich sein.» Gleichzeitig müsse ein Projekt zu dem Ort passen oder ihn weiterentwickeln. Das abzuschätzen, das zu verstehen, ist seine Aufgabe.Denn: Wer baut, wird nicht automatisch willkommen geheissen. Senn formuliert es deutlich: «In der Schweiz bist du grundsätzlich ein Störenfried, wenn du baust.» Darum lohne es sich, sehr früh zu überlegen, was in die Nachbarschaft passt. Nicht aus reiner Freundlichkeit, sondern weil ein Projekt sonst kaum trägt. Senn arbeitet dabei mit Beratern zusammen. Manchmal geht es um ein unternutztes Grundstück, auf dem man aufstocken oder neu bauen könnte. Doch nicht jede Möglichkeit wird zu einem Projekt. Zuerst müsse man prüfen, ob die Gemeinde überhaupt ein Interesse habe. «Wenn ein totaler Widerstand herrscht, dann bringt es wenig.»Das klingt pragmatisch, fast trocken. Entwicklung beginnt für Senn nicht beim Objekt, sondern beim Verhältnis zwischen Gebäude, Nutzung und Umfeld. Es muss politisch, wirtschaftlich und sozial bearbeitbar sein.Belebung ist kein NebeneffektAber dann verändert sich Senns Tonfall. Wenn die Sprache auf das Erdgeschoss kommt, löst sich seine konzentrierte Ernsthaftigkeit auf. Bei Themen wie Cafés, Restaurants oder Ausstellungen gerät der Entwickler geradezu ins Schwärmen.Für ihn sind solche zugänglichen Nutzungen keine Dekoration. Sie sind das Herz der Projektlogik. «In einer Stadt ist Erdgeschossnutzung ein ganz zentraler Faktor», sagt er. Sie belebe das Parterre und wirke auf die oberen Geschosse zurück. Ein Gebäude, dessen Erdgeschoss funktioniert, schafft einen anderen Ort als eines, das sich nach aussen abschliesst. Senn nennt das Beispiel des eigenen Firmenumfelds. Hätte man dort einfach nur Büros geplant, wäre der Ort für die Stadtbewohner abgeschnitten worden. Stattdessen gibt es ein Restaurant, ein Café, Räume für Ausstellungen.Flächen müssten effizient sein, das sei klar. Aber Architektur solle mehr sein als Flächenmanagement. Senn sagt: «Ein Ort sollte in sich funktionieren können.» Wenn ein Areal nur aus Büroflächen bestehe, werde ein Stadtteil entwertet. Es fehle dann der Ort, an dem man sich begegnet, etwas isst, einen Kaffee trinkt, zufällig jemanden trifft.Diese Idee taucht in mehreren Projekten auf. Beim Zwicky-Areal in Dübendorf war die Ausgangslage schwierig: ein ehemaliges Industrieareal, ein raues Umfeld, viel Verkehr. Senn erzählt, ursprünglich sei dort ein reiner Bürobauplan vorgesehen gewesen. Senn habe jedoch die Möglichkeit gesehen, Wohnen zu integrieren. Zusammen mit Partnern, darunter der Genossenschaft Kraftwerk1, wurde ein Gestaltungsplan für eine gemischte Nutzung erarbeitet. Für Senn war das Areal nicht trotz, sondern auch wegen seiner Lage interessant. Es war ein Verkehrsknotenpunkt zwischen Dübendorf, Wallisellen und Zürich. Die Frage war, ob man dort über konkrete Nutzungen – Wohnungen, Gewerbe, Hotel, Gastronomie – ein Stück Stadt herstellen kann. «Das Beleben ist ganz entscheidend», sagt er.Ähnlich argumentiert er beim Koch-Quartier in Zürich, wo Senn den Gewerbeteil übernommen hat. Das geplante Gewerbehaus MACH soll nicht nur Arbeitsplätze bieten, sondern quartiernahe Angebote enthalten und abends und am Wochenende belebt sein. Gewerbe ist für Senn nicht automatisch Stadt. Es braucht Nutzungen, die Kontakt herstellen.Nachhaltig und alltagstauglichIn Allschwil bei Basel, auf dem Main Campus des Switzerland Innovation Park Basel Area, wird diese Frage noch grösser. Dort entwickelt Senn Gebäude im Life-Sciences-Umfeld. Für Senn war entscheidend, dass das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut sowie der Innovationspark auf das Areal zogen. Sie brauchten mehr als nur Gebäude. «Die brauchen auch ein Ökosystem», sagt Senn. Eine konkrete Verdichtung von Forschung, Firmen, Startups, Gastronomie und Begegnungsräumen. Ein Ort, der andere anziehe und sich selbst verstärke.Radikale Nachhaltigkeit als Vorgabe: Das Bürogebäude Hortus ist Teil des in Entwicklung begriffenen Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus in Allschwil bei Basel. Der Komplex wurde von Senn zusammen mit Herzog & de Meuron entwickelt.Maris MezulisDas bekannteste Gebäude in Allschwil ist Hortus, entwickelt zusammen mit Herzog & de Meuron. Senn nennt das Bürogebäude einen Versuch, «radikal nachhaltig» zu bauen, an die Grenze des technisch Machbaren zu gehen und die graue Bauenergie innerhalb einer Generation zurückzuzahlen. Doch Nachhaltigkeit wird bei Senn schnell wieder zu einer Frage der Nutzung und Behaglichkeit. Büros müssten heute dem Homeoffice standhalten.Bauen für das Klima von morgenDas betrifft auch das Klima. Senn illustriert das am Beispiel eines aktuellen Projekts an der Frankfurt-Strasse auf dem Dreispitz in Basel. Das grosse Areal wandelt sich derzeit vom geschlossenen Zollfreilager und Gewerbegebiet zum durchmischten Stadtquartier. Hier habe man sich ein anderes Ziel gesetzt als bei Hortus. Ökologisch gut müsse das Projekt natürlich sein. Aber die zentrale Vorgabe laute: Bei 40 Grad Aussentemperatur soll es innen 24 Grad haben. Am Anfang hätten Planer das vielleicht nicht ganz ernst genommen, vermutet Senn. Dann habe man gesehen, wie schnell sich Klimaszenarien überholen. Der Entwurf wurde überarbeitet, der Fensteranteil reduziert. Viel Glas war für Senn ohnehin lange zu dominant und monoton.Das passt zu seinem Grundgedanken: Architektur muss länger funktionieren als die erste Geschichte, die man über ein Projekt erzählt. Im Gespräch sagt Johannes Senn: «Die Geschichte ist eine Hypothese.» Ein Gebäude werde später vielleicht anders genutzt, als man am Anfang gedacht habe. Flexibilität und Mischnutzung sind für ihn deshalb handfeste Planungsthemen. Eine Struktur müsse es erlauben, dass sich Nutzungen verändern.«In der Schweiz bist du grundsätzlich ein Störenfried, wenn du baust», sagt Johannes Senn, Inhaber und Geschäftsführer von Senn.Das klingt technisch, hat aber wieder mit Stadt zu tun. Wenn Nutzungen sich ändern können, bleibt ein Ort beweglich. Senn spricht nicht von Visionen, die sich rücksichtslos durchsetzen, sondern von Vorsicht, Prozessen und Abhängigkeiten. Gleichzeitig ist da seine klare Haltung: Ein Areal soll nicht zur Festung werden. Ein Restaurant, eine Kaffeebar, ein öffentlich nutzbarer Raum – solche Elemente sind für ihn nicht weich, sondern wirksam. Sie machen den Unterschied zwischen einem Gebäude und einem Ort.Am Ende kommt Senn noch einmal auf den Generationenwechsel im Familienunternehmen zurück. Es gebe immer einen Bruch, sagt er. Der Vorgänger müsse akzeptieren, dass der Nächste es anders mache. «Wenn du es gleich machst wie die Vorgänger, dann sind die Vorgänger immer besser.»Senn kommt aus der Architektur, heute versteht sich die Gruppe als Immobilienentwicklerin. Die Verschiebung zeigt sich in den Fragen, die Johannes Senn stellt: Was passt an einen Ort? Wie bleibt er veränderbar? Und was passiert im Erdgeschoss? Für Senn beginnt dort nicht die Nebennutzung eines Projekts. Dort beginnt seine Wirkung.Text: Alexander VitolićPassend zum Artikel
Von der Idee zum lebendigen Ort: Die Kultur hinter Senns Projekten
Hinter dem Immobilienentwickler Senn aus St. Gallen steht eine Familie – mit Erweiterungen. Vorsicht und Risikofreude, Pragmatismus und Kunstverstand, Wirtschaftlichkeit und Liebe zum Ort verbinden sich bei Senn zu einer eigenen Kultur, getragen von allen Mitarbeitenden und geprägt über Generationen.







