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Damals war es Alan Kurdi. Der kleine syrische Flüchtlingsjunge lag tot am türkischen Strand bei Bodrum. Eine Fotografin hatte dieses Bild am 2. September 2015 gemacht, in der Reisezeit, das war nur Tage nach Angela Merkels Satz »Wir schaffen das« und nur Tage bevor sich Scharen von Geflüchteten aus Budapest über die Autobahn zu Fuß auf den Weg nach Westen machten. Ein machtvolles Bild.

Es entstand mitten in einer Revolution, die jeden Menschen zum Live-Berichterstatter des Geschehens werden ließ, zu einer Art fünfter Gewalt, dank des Smartphones in der Tasche. Das Gerät war damals erst einige Jahre in der Welt, einer jener Zufälle der Historie, auf die Menschen immer hoffen, vielleicht wird’s ja besser, und an denen sie doch verzweifeln, weil sie durch so einen Zufall leicht die Kontrolle verlieren können: eine Ur-Angst.