Am Freitag, als die Bilder aus Ceuta die Welt erreichen, steigt minütlich der Druck auf Pedro Sánchez. Geht er als Regierungschef in die Geschichte ein, der an unregulierter Zuwanderung scheiterte? Oder findet er einen Ausweg?

Am Morgen trifft der Sozialdemokrat in der spanischen Exklave ein. In den Wellen treiben Schwimmringe und Sandalen. Fast 60.000 Menschen sind aus Marokko hierher durchgedrungen; durch Löcher in Metallzäunen geklettert, durchs Meer geschwommen, vorbei an leblosen Körpern. Am Strand warteten sie darauf, weiter aufs Festland zu kommen.