Nach dem islamistischen Terroranschlag auf den CSD in Berlin überschlagen sich die offiziellen Beileids- und Solidaritätsbekundungen mit Opfern, Hinterbliebenen und der queeren Community. Anders sieht es in der islamischen Welt aus. In arabischsprachigen Social-Media-Kanälen gibt es eine Flut terrorverherrlichender Kommentare.Ein Beispiel dafür ist die Facebook-Seite des weltweit größten arabischsprachigen Fernsehsenders Al-Jazeera. Die Al-Jazeera-Kommentarspalte zum CSD-Anschlag ist gefüllt mit mehr als 5000 Beiträgen, in denen der Terroranschlag, bei dem am 25. Juli eine Frau getötet und 31 weitere Menschen verletzt wurden, als Heldentat gefeiert wird.Was dort zu lesen ist, dürfte für manch freiheitlich-westlich sozialisierten Menschen verstörend sein. Denn in der arabischen Welt – ob im Jemen, in Ägypten, Algerien oder Tunesien – wird die Tat bejubelt. Auf die Online-Hetze in den sozialen Medien machte schon am Tag nach dem Anschlag das Portal Apollo-News aufmerksam.
Auf der Facebook-Seite von Al-Jazeera überschlagen sich die Kommentare.
© Screenshot Facebook
Inzwischen haben sich die Pöbeleien gesteigert. Und der 21-jährige Berliner Abdul Ballout, dessen Eltern aus dem Libanon stammen, wird als „ein echter Mann“ und als „Märtyrer“ gefeiert. „Möge Allah ihn segnen und solche wie ihn verherrlichen“, heißt es bei Al-Jazeera. Ein anderer, der mit „Allahu Akbar“ grüßt, bezeichnet die Opfer des CSD-Anschlags als „menschlichen Müll“, von dem man sich befreien müsse. Ein Kommentator bedauerte schon kurz nach dem islamistischen Anschlag, als noch von 16 Verletzten die Rede war: „Wenn es mehr dieser Verdächtigen gäbe, wäre die Welt großartig, und wenn die Opfer 16 wären und die Verletzten 1, wäre es noch besser.“













