Nach dem CSD-Anschlag brauche es Teilhabechancen und kollektive Fürsorge, sagt Tarek Shukrallah. Und ein Blick auf die autoritäre Gedankenwelt der Täter.

Vermeintliche Queerfreundlichkeit, um Rassismus zu legitimieren? Das befürchtet Po­li­tik­wis­sen­schaft­le­r:in Tarek Shukrallah

Christophe Gateau/dpa

taz: Tarek Shukrallah, vor knapp zwei Wochen beging ein Islamist einen Anschlag auf den Berliner CSD. Wie haben Sie die Debatte seitdem erlebt?

Tarek Shukrallah: Es hat wenige Stunden gedauert, dass CDU-Politiker:innen, die sonst Queers ihre finanzielle Unterstützung streichen, ihre Solidarität ausgedrückt haben. Es ist eine scheinbare Solidarisierung, die letztlich einem anderen Zweck zu dienen scheint.