In Europa brennt es. Menschen müssen fliehen, manche starben. Forstwissenschaftler Alexander Held spricht über das Feuer und was wir dagegen tun können.

Wir müssen lernen, dass wir Hitze in Waldbrandgefahr übersetzen und uns achtsamer verhalten

Boris Roessler/dpa

taz: In Europa wüten unzählige Brände. Stimmt der Eindruck, dass diese besonders früh im Jahr ausgebrochen sind und besonders heftig verlaufen?

Alexander Held: Absolut. Die Statistik der letzten 20 Jahre zeigt, dass wir gar nicht häufiger Feuer haben. Aber wir haben größere, intensivere, katastrophalere Brände mit vielen Todesopfern. Im Mittelmeerraum beginnt die „Fire Season“ üblicherweise im August. Doch jetzt, am 4. August, ist schon mehr Fläche verbrannt als im gesamten Vorjahr.