Legionellen in Basel – eine Person tot, 25 Personen hospitalisiertDer Kanton Basel Stadt meldet einen Legionellen-Ausbruch. Die wahrscheinliche Ansteckungsquelle sind Kühlanlagen, die stillgelegt wurden.03.08.2026, 14.15 Uhr2 LeseminutenAktualisiertElektronenmikroskopische Aufnahme von Legionella pneumophila (Legionelle).NZZ – Bildredaktionboh. In Basel sind in den letzten zwei Wochen 26 Personen an Legionellose erkrankt, 25 wurden hospitalisiert. Dies gab das Basler Gesundheitsdepartement an einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bekannt. Auskunft gegeben haben der Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger, der Kantonschemiker Yves Parrat und die stellvertretende Kantonsärztin Eva Würfel.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.In Basel ist an der Krankheit bisher eine Person verstorben, sieben mussten auf der Intensivstation behandelt werden, wie bei der Pressekonferenz bekanntgegeben wurde. Derzeit befinde sich noch eine Person auf der Intensivstation.Legionellose wird durch bestimmte Bakterientypen der Gattung Legionella ausgelöst. Die ersten Symptome bestehen aus Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Appetitverlust. Typischerweise entwickelt sich bei der Legionärskrankheit zudem eine Lungenentzündung, die tödlich verlaufen kann.Die Bakterien kommen natürlicherweise in fast allen wässerigen und feuchten Umgebungen vor. Sie können sich laut Bundesamt für Gesundheit BAG besonders gut in Wassersystemen vermehren, in denen das Wasser nicht konstant erneuert wird und sich die Temperatur zwischen 25 Grad und 45 Grad bewegt. Die Ansteckung erfolgt über das Einatmen von zerstäubten Wassertropfen, die Legionellen enthalten. Die Krankheit wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.Die wahrscheinlichste Quelle für den aktuellen Ausbruch seien Nasskühltürme in Kleinbasel, heisst es an der Pressekonferenz. Das Kantonale Laboratorium nahm in den vergangenen Tagen an zehn Anlagen Proben. Bei acht Anlagen konnte eine Überschreitung des Grenzwerts für Legionellen festgestellt werden, in zwei dieser Anlagen wurde die Legionellenart Legionella pneumophila gefunden, die für die meisten Infektionen beim Menschen verantwortlich ist. Die beiden betroffenen Anlagen wurden am Freitag komplett ausser Betrieb genommen. «Die Ansteckungsquelle ist mittlerweile stillgelegt», sagt Engelberger.Passend zum Artikel