Die SPD-Co-Vorsitzende sieht ihre Partei als sozialpolitisches Korrektiv in der Regierung. Bas signalisiert die Bereitschaft, noch mal über die Rentenpläne der Regierung zu diskutieren
Dritte Liga: SPD-Co-Vorsitzende Bärbel Bas im Stadion des MSV Duisburg
Dominik Asbach/ZDF
Ähnlich wie der MSV Duisburg sehnt auch die SPD nichts sehnlicher herbei als den Aufstieg in höhere Gefilde. Die leeren Zuschauerränge des Fußball-Drittligisten sind deshalb wohl die perfekte Kulisse für das Interview, das die SPD-Co-Vorsitzende Bärbel Bas am Sonntagabend dem ZDF gab. In Ausschnitten aus dem Gespräch, die bereits vorher veröffentlicht wurden, stellte die Arbeitsministerin ihre Partei als sozialpolitisches Korrektiv in der Regierung dar. Ohne die Arbeit der SPD sei dort der „neoliberale Kurs nicht mehr aufzuhalten“, sagte sie.
Von der Parteibasis gab es dieser Tage fundamentale Kritik an Bas und ihrem Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil, der gleichzeitig Finanzminister in der Regierung ist. In einem Brandbrief warf der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Bielefeld, Markus Kollmeier, der Parteiführung vor, den Erwartungen nicht mehr gerecht zu werden. Viele Menschen seien von der Sozialdemokratie enttäuscht, schrieb er an Bas und Klingbeil gerichtet. Eine glaubwürdige Erneuerung der SPD setzte voraus, dass Regierungsämter und Parteivorsitz „wieder klar voneinander getrennt werden“.









