Wüsste man nicht, dass der Intendant gefeuert wurde, könnte man von ganz normalen Salzburger Festspielen sprechen. Vielleicht sogar von besonders reiz- und anspruchsvollen, denn bisher rangiert das künstlerische Programm zwischen hochinteressant und höchst aufregend. Georges Bizets „Carmen“ etwa mit der fantastischen Asmik Grigorian unterläuft düster-todesschwanger jedes folkloristische Klischee dieser sattsam bekannten Oper. Trotz der herausfordernden Tanz- und Körperregie von Gabriela Carrizo („Peeping Tom“) gibt es auf diese Produktion einen irrsinnigen Run, und auch das gesellschaftliche Drumherum läuft wie am goldenen Schnürl.
Salzburger Festspiele: „Nur einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen!“
Ein nackter Jedermann, ein geschasster Intendant und eine Retterin: Besuch bei den Salzburger Festspielen - und ein Gespräch mit Markus Hinterhäuser.










